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Radsport: Jörg Jaksche zweifelt an Holczer

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Radsport  

Jaksche: "Holczer soll die Karten auf den Tisch legen"

06.05.2009, 10:59 Uhr | t-online.de, dpa

Jörg Jaksche schießt gegen Ex-Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer (Foto: dpa)Jörg Jaksche schießt gegen Ex-Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer (Foto: dpa) Nach Bernhard Kohl und Stefan Schumacher ist nun mit Davide Rebellin ein weiterer Ex-Gerolsteiner-Profi wegen Dopings aufgeflogen. Angesichts des erneuten Falls zweifelt Jörg Jaksche an der Glaubwürdigkeit des ehemaligen Teamchefs Hans-Michael Holczer.

"Holczer würde es gut zu Gesicht stehen, wenn er endlich mal die Karten auf den Tisch legt und ein bisschen ehrlich ist. Drei Fälle innerhalb eines Monats, das kann an ihm nicht vorbeigegangen sein“, sagte der Doping-Kronzeuge in einem Interview mit "Sport-Bild“.

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"Da stellen sich mir die Nackenhaare auf"

Jaksche, der 2007 in der Fuentes-Affäre auspackte und derzeit bei einem italienischen Drittklasse-Team unter Vertrag steht, legte noch nach. „Wenn ich höre, dass er wieder Berater bei einem Team wird (dem britischen Sky-Team), dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf."

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Rebellin und Schumacher waren vorbelastet

Jaksche glaubt zudem nicht, dass Holczer von den Fahrern getäuscht worden ist. Rebellin und Schumacher seien vorbelastet gewesen, trotzdem habe Holczer an den Fahrern festgehalten und sich mit ihnen feiern lassen. „Zudem beschäftigte er mit Christian Henn und Christian Wegmann sportliche Leiter, die als Fahrer dopten. Das ist zuviel des Guten“, betonte der 32-Jährige.

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Folgt man Jaksches Aussagen, könnten sich die Doping-Fälle im Ex-Gerolsteiner-Team für die Equipe Milram noch als schwere Hypothek herausstellen. Acht Profis, der Arzt Mark Schmidt, Teamchef Henn, drei Mechaniker und drei Physiotherapeuten sind von Gerolsteiner zum einzig verbliebenen deutschen Pro-Tour-Rennstall gewechselt. Gab es vielleicht auch in der Vulkaneifel flächendeckendes Doping?

Der leiseste Verdacht reicht aus

Milrams Team-Manager Gerry van Gerwen will sich diese Frage gar nicht stellen. Er verweist auf die eigenen, strengen Anti-Doping-Richtlinien und die teaminterne Methode, „schon beim leisesten Verdacht gegen einen Fahrer den externen Spezialisten Rasmus Damsgaard“ einzuschalten, um Blut-Kontrollen vorzunehmen.

"Holczer als Vater der Truppe ist nicht mehr da"

"Die Stimmung ist gut, die Umgebung ist eine andere. Es gibt einen Haupt-Mechaniker einen Haupt-Physiotherapeuten und Gerry ist der Manager im Hintergrund, der sich weitgehend zurückhält. Holczer als Vater der Truppe wie früher bei Gerolsteiner ist nicht mehr da", fasste Markus Fothen seine neuen Arbeits-Verhältnisse beim Team der norddeutschen Milchbauern zusammen.

165.000 Euro durch die Lappen gegangen

"Die alten Geschichten" um die entlarvten Doper Kohl, Schumacher und Rebellin hat Fothen "abgehakt". Doch ein bitterer Nachgeschmack bleibt, denn die Schinderei bei der vergangenen Tour - auch für Schumacher und Kohl - waren im wahrsten Sinne des Wortes umsonst. Fothen und seinen Teamkollegen mussten auf zusammen rund 165.000 Euro Prämien verzichten, die die Tour-Chefs wegen der nachgewiesenen Manipulation nicht auszahlten.

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