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Giro d'Italia: Fahrer protestieren mit Bummelstreik nach Sturz

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Radsport - Giro d'Italia  

Nach Horror-Sturz: Fahrer protestieren mit Bummelstreik

17.05.2009, 15:23 Uhr | dpa

Der verunglückte Pedro Horrillo ist wieder aus dem Koma erwacht. (Foto: dpa)Der verunglückte Pedro Horrillo ist wieder aus dem Koma erwacht. (Foto: dpa) Der Horrorsturz des Spaniers Pedro Horrillo hat im 100. Jahr des Giro d'Italia das sportliche Geschehen zur Randnotiz verkommen lassen. Erstmals in der Geschichte der Italien-Radrundfahrt wurde die 9. Etappe von Organisator RCS neutralisiert, alle Fahrer wurden mit der gleichen Zeit gewertet.

Damit gaben die Veranstalter dem Druck der Fahrer nach, die sich nach dem schweren Sturz geweigert hatten, den verwinkelten 15,4 Kilometer-Stadtkurs durch die engen Gassen Mailands mit Maximal-Geschwindigkeit zu absolvieren.

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Rennorganisator Zomegnan wütend

Bei einer Ansprache an die Fans während eines Stopps auf der 9. Etappe hatte der Gesamtführende Danilo di Luca die Gründe für den Boykott genannt, den unter anderen der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong mit initiiert haben soll. "Der Kurs ist gefährlich. Da können wir nicht mit höchstem Tempo fahren", sagte der Italiener. Rennorganisator Angelo Zomegnan kann das nicht nachvollziehen. "Die Strecke ist nicht gefährlicher, als zum Beispiel das Amstel Gold Race. Die Fahrer sind nicht die Instanz, die über die Streckenführung entscheidet", sagte er wütend. Die Fahrer absolvierten die 163 Kilometer im Bummeltempo als eine Art Kaffeefahrt mit nur 35 Stundenkilometern. Sieger der schließlich unbedeutenden Sprint-Ankunft wurde der Brite Mark Cavendish vom Columbia-Team.

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Horrillo aus dem Koma erwacht

Der verunglückte Horrillo ist inzwischen aus dem Koma erwacht, sein Gesundheitszustand ist aber weiter ernst. Der Radprofi vom Team Rabobank war am Samstag auf der 8. Etappe bei der Abfahrt vom Culmine di San Pietro brutal einen Abhang heruntergestürzt und hatte sich mehrfach überschlagen. Nach Auskunft von Rabobank-Sprecher Luuc Eizenga hat Horrillo inzwischen das Bewusstsein wiedererlangt. "Er ist wach und kann Arme und Beine bewegen", sagte Eizenga. Der 34-jährige Horrillo hatte sich Frakturen am Bein, am Knie sowie an einigen Wirbeln zugezogen und wurde im Krankenhaus in Bergamo zunächst in ein künstliches Koma versetzt.

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Dramatische Rettungsaktion

In einer Kurve auf der Abfahrt hatte sich Horrillo versteuert und war 80 Meter in die Tiefe gestürzt. Der erste Augenzeuge des schweren Unfalls, der Armstrong-Fotograf Serge Seynaeve, erblickte zunächst nur das Rennrad des Verunglückten. Die Rettung entwickelte sich zu einer dramatischen Aktion. Rennarzt Sergio Levi ließ sich zunächst an einem zehn Meter langen Seil den Abhang herunter, konnte Horrillo aber ebenfalls nicht erblicken. "Es ist ein Wunder, dass er noch am Leben ist", sagte Levi danach. Erst ein Rettungsteam hatte mit einem 60 Meter langen Seil zu Horrillo vordringen können.

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