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Armstrong: Fahrer-Interessen müssen gestärkt werden

19.05.2009, 12:29 Uhr | dpa

Lance Armstrong während der Bummeletappe in Mailand (Foto: dpa)Lance Armstrong während der Bummeletappe in Mailand (Foto: dpa) Als Reaktion auf die Auseinandersetzungen um den Bummelstreik der Radprofis und den Horror-Sturz Pedro Horillos beim Giro hat Lance Armstrong die Gründung einer unabhängigen Fahrer-Gewerkschaft gefordert. "Wir müssen eine solche Organisation haben, die unsere Interessen vertritt. Wir müssen sagen können: Dieser Kurs ist sicher und dieser nicht. Ohne eine Gewerkschaft werden wir nie mit einer Stimme sprechen und wahrgenommen werden", sagte der 37-Jährige.

Armstrong machte sich mit seinem Vorstoß zum Sprecher der Giro-Starter und ging auf Konfrontationskurs zu Giro-Chef Angelo Zomegnan. Der Italiener hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, Armstrong für den Jubiläums-Giro zum 100. Geburtstag als großes Aushängeschild und PR- Magneten zu verpflichten.

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Mailand-Etappe boykottiert

Einen Tag nachdem Horillo bei einer Bergabfahrt in eine Schlucht gestürzt war und sich schwer verletzte, war die Etappe am Sonntag in der Giro-Geburtsstadt Mailand neutralisiert worden. Die Fahrer monierten die unsichere Streckenführung mitten durch die Metropole. "Die Bedingen waren nicht sicher. Parkende Autos standen im Weg, Bahnschienen behinderten unsere Fahrt genauso wie der Straßenverkehr", sagte Armstrong, der beim Rennen einen Tag vor dem ersten Giro-Ruhetag immer wieder am Rennleiter-Wagen mit dem Giro- Direktor diskutierte.

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"Manch älterer Fahrer bekommt Hintern nicht mehr hoch"

Zomegnan hatte kein Verständnis für den Protest: "Dieser Kurs macht explosives Fahren nötig und manch ältere Fahrer bekommen ihren Hintern vielleicht nicht mehr so schnell hoch." Ob der Ex-Journalist damit Armstrong meinte, wollte der Giro-Chef nicht sagen: "Ich nenne niemals Namen von Leuten, die mich enttäuscht haben, genauso wie ich die Frauen nicht nenne, bei denen ich abgeblitzt bin."

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In unbeleuchtete Tunnel gerast

Die frische Erinnerung des Sturzes von Horillo und die Situation in Mailand sei nur eine "Anhäufung von gefährlichen Situationen" bei diesem 92. Giro gewesen, sagte Armstrong, der im hohen Rennfahrer-Alter von fast 38 Jahren seine Premiere bei der Italien-Rundfahrt erlebt. Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger erweitere seine Mängelliste: "Wir sind auch in unbeleuchtete Tunnel gefahren. Mit 50 Stundenkilometer da rein zu fahren - das ist verrückt", sagte der Texaner, der sich vor sieben Wochen in Spanien bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte.

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Horillo in stabilem Zustand

Inzwischen befindet sich Horrillo in einem stabilen Zustand. Das sagte der Sportliche Leiter seines Teams Rabobank, Erik Breukink, am Start der 10. Etappe von Cuneo nach Pinerolo. "Seine Frau ist jetzt bei ihm. Er ist immer noch medikamentös ruhiggestellt. Wir hoffen aber, dass er heute im Laufe des Tages aufwacht und auch ansprechbar ist", sagte Breukink.

Oberschenkelfraktur das größte Problem

"Eine erste Operation am gebrochenen Oberschenkel hat bereits stattgefunden. Aber der Bruch ist kompliziert. Deshalb steht eine weitere Operation an", erklärte Breukink. Die Oberschenkelfraktur sei momentan das größte Problem. Ob und wann er wieder in den Leistungssport zurückkommen kann, wagt derzeit niemand zu prognostizieren. "Pedro wird noch mindestens acht Tage im Krankenhaus von Bergamo liegen. Danach wird er in seine Heimat transportiert", sagte der Rabobank-Team-Chef.

Motorrad-Chauffeur getötet

Ein tragischer Todesfall überschattete den Start in Cuneo. Fabio Saccani, der Motorrad-Chauffeur eines Presse-Fotografen, ist bei der Anfahrt zum Startort bei der Kollision mit einem Lkw tödlich verunglückt. Das berichtete die "Gazzetta dello Sport". Der mit Armstrong gut befreundete Saccani fuhr bereits seinen 32. Giro.

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