Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport: Grünes Licht für Team Astana

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Astanas Zukunft ist gesichert

18.06.2009, 15:11 Uhr | dpa

Wird bei der Tour wieder angreifen: Lance Armstrong (Foto: imago)Wird bei der Tour wieder angreifen: Lance Armstrong (Foto: imago) Lance Armstrongs Teilnahme an der Tour de France für das Astana-Team steht wohl nichts mehr im Weg - das Starterfeld der 96. Frankreich-Rundfahrt ist trotzdem unsicherer denn je. Nachdem der Radsport-Weltverband (UCI) wegen Doping-Verdachts Disziplinarverfahren gegen ein Quintett um Ex-Weltmeister Igor Astarloa einleiten will, stehen wohl noch weitere Enthüllungen vor dem Tour-Start am 4. Juli bevor.

Zumindest im Fall Astana scheint Klarheit zu herrschen. Die Equipe kündigte an, dass die Finanzprobleme gelöst und die Zukunft des Teams gesichert seien. "Wir sind froh, dass wir mit unserem starken Team weitermachen können", sagte Astana-Teamchef Johan Bruyneel nach einem Treffen mit einem Vertreter der kasachischen Regierung und den Sponsoren.

Dauphine Libere Valverde wiederholt Vorjahressieg
Tour de France Boonen & Valverde unerwünscht
Doping Acht Jahre Sperre für Olympiasieger Hamilton
Weitere Meldungen aus dem Radsport

Endgültige Lizenzerteilung steht noch aus

Noch aber müssen Armstrong und Co. die Entscheidung der Lizenz-Kommission der UCI abwarten. Der wollte UCI-Sprecher Enrico Carpani trotz der positiven Signale von Astana, dass Gelder gezahlt und die Versprechungen der kasachischen Regierung garantiert seien, nicht vorgreifen. "Wenn wir ein endgültige Entscheidung getroffen haben, werden wir sie bekanntgeben", sagte Carpani. Die UCI hatte von den Astana-Sponsoren, ein Konsortium kasachischer Wirtschaftsunternehmen, die Hinterlegung einer Garantiesumme von sechs Millionen Euro gefordert. Andernfalls drohte der Lizenzentzug.

Giro d'Italia Mentschow holt sich den Gesamtsieg
Früherer Tour-Sieger Fignon An Krebs erkrankt

Tour wäre ohne Astana "kaum vorstellbar" gewesen

Der dürfte nun vom Tisch sein - und die Tour-Veranstalter können mit der Teilnahme der Topfahrer Armstrong, Alberto Contador, Andreas Klöden und Levi Leipheimer rechnen. Bruyneel jedenfalls atmete auf, nachdem er eine Übereinkunft mit dem kasachischen Radsport-Verband KCF erzielt hatte, um die Finanzprobleme zu lösen. "Da es nur noch 16 Tage bis zur Tour de France sind, brauchen die Fahrer geistige Ruhe." Es wäre "kaum vorstellbar" gewesen, wenn das Astana-Team beim größten Radsport-Event nicht dabei gewesen wäre, sagte der Belgier. Er richtete ein Versprechen an die kasachischen Geldgeber und eine Warnung an die Konkurrenz: "Wir werden sie nicht enttäuschen."

Mit weiteren Doping-Enthüllungen ist zu rechnen

Nachdem die Causa Astana geklärt ist, dürfte die Tour-Veranstalter nun vor allem die Frage beschäftigen, ob nach dem beschuldigten Quintett noch mit weiteren Doping-Enthüllungen zu rechnen ist, wie es die UCI-Anti-Doping-Beauftragte Anne Grippe andeutete. "Wir werden wahrscheinlich nicht noch einmal mit einer Gruppe von fünf vorangehen, aber wenn der Zeitpunkt richtig ist, werden wir die Namen weiterer Fahrer nennen", sagte Gripper laut "cyclingnews".

"Mit dem Blutpass auf dem richtigen Weg"

Am Mittwoch hatte die UCI den früheren Milram-Profi Astarloa, den Ex-Gerolsteiner-Fahrer Francesco De Bonis, den Spanier Ruben Lobato sowie Pietro Caucchioli und Ricardo Serrano, die beide von ihren Teams Lampre und Fuji-Servetto suspendiert wurden, belastet. Erstmals drohte die UCI damit Sanktionen an, die auf die Einführung des rund fünf Millionen Euro teuren Blutpass-Programms vor rund eineinhalb Jahren zurückgehen. "Ich finde, man ist mit dem Blutpass auf dem richtigen Weg", sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen.

Große Namen gehen der UCI nicht ins Doping-Netz

Allerdings hat es den Anschein, als seien die fünf nun genannten Südeuropäer nur Bauernopfer. Große Fische jedenfalls sind der UCI bislang dank des Blutpasses nicht ins Netz gegangen. "Es entsteht offensichtlich dem Radsport kein all zu großer Schaden. Es sind alles Fahrer von Teams, die nicht mehr existieren, oder Fahrer, die irgendwo rausgeflogen sind", sagte Ex-Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer mit ironischem Unterton. Gripper trat derweil vehement dem Eindruck entgegen, die UCI sortiere bewusst prominente Fahrer aus: "Ich weiß, dass die Leute nach den großen Namen suchen, aber wir können nicht künstlich Daten erzeugen."

Fokus liegt auf den 50 Top-Fahrern

Nach Ansicht der Blutpässe von rund 840 Fahrern ist die Anti-Doping-Beauftragte zuversichtlich, "dass wir eine weitaus höhere Anzahl von sauberen Fahrern haben als jemals zuvor". Um auch rund um die Tour alle Zweifel einzudämmen, will der Weltverband den Fokus seines Testprogramms auf jene 50 Profis richten, die für Etappensiege oder eine Topplatzierung in der Gesamtwertung in Frage kommen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal