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Deutsche Sprintspezialisten gehen leer aus

28.06.2009, 17:58 Uhr | dpa, sid

Martin Reimer ist Deutscher Meister im Straßenrennen der Radprofis. (Foto: dpa)Martin Reimer ist Deutscher Meister im Straßenrennen der Radprofis. (Foto: dpa) Im Ziel hatte ein Außenseiter die Nase vorn: Lokalmatador Martin Reimer vom Schweizer Cervélo-Team gewann in Cottbus die deutsche Straßen-Meisterschaft der Radfahrer. Der 22-Jährige bezwang im Schlussspurt Dominik Klemme. Dritter wurde Roger Kluge, Silbermedaillengewinner von Peking im Punktefahren. Er hatte für Reimer, die beiden kennen sich schon seit der Jugend, den Sprint angezogen.

"Drei Meter vor dem Ziel wusste ich, dass ich gewinne. Klemme war fertig. Es war gut, dass Roger Kluge bei mir war. Allein hätte ich das nicht geschafft", sagte Reimer.

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Fabian Wegmann, der deutsche Meister der vergangenen beiden Jahre, musste mit Rang fünf zufrieden sein und ärgerte sich über die fehlgeschlagene Taktik. Auch die Sprint-Stars und hoch gewetteten André Greipel vom sieggewohnten Team Columbia-Highroad oder Gerald Ciolek vom einzigen deutschen Tour-Starter Milram hatten etwas mit der Entscheidung zu tun.

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Top Drei nicht bei der Tour

Die drei Ersten von Cottbus sind beim am Samstag in Monte Carlo beginnenden Saison-Höhepunkt Tour de France allerdings nur Zuschauer. Reimer ("Heute Abend ist Party") darf sein Trikot jetzt auf der Österreich-Rundfahrt präsentieren, danach ist er Kandidat für die Dänemark-Tour und hofft auf Spanien. "Ich hoffe, der Titel eröffnet mir die Chance zur Vuelta im September", sagte der Überraschungs-Meister, der im U-23-Bereich größte deutsche Hoffnung für die WM in Mendrisio in der Schweiz ist. Bei einer Klausur zum Industrie-Kaufmann am Montag muss er aber erst einmal ganz andere Qualitäten zeigen.

Feld stellt Nachführarbeit ein

Wie schon vor zwei Jahren in Wiesbaden fiel bereits kurz nach dem Start eine Vorentscheidung. 20 Fahrer hatten sich aus dem 114-köpfigen Peloton ab, fast jede Mannschaft war vertreten. Die Sprint-Stars Ciolek, Greipel und Heinrich Haussler mussten ihre Hoffnungen früh begraben. Zunächst machte das Team Nutrixxion im Feld Tempo und ließ die Ausreißer lange nicht mehr als 40 Sekunden weg. Nach zwei Stunden wurde die Nachführarbeit jedoch eingestellt und der Vorsprung wuchs schnell auf maximal 8:40 Minuten.

Nur Kluge und Reimer folgen Klemme

Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel war es mit der Einigkeit in der Spitzengruppe vorbei und die ersten Attacken begannen. Allerdings hielten die Teams Milram und Columbia die Fluchtgruppe zusammen. Erst Klemme gelang es etwa 30 Kilometer vor dem Ziel, sich abzusetzen und einen Vorsprung von über 30 Sekunden herauszufahren. Da Milram und Columbia nicht reagierten, gingen Kluge und Reimer auf die Verfolgungsjagd. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Organisatoren das Hauptfeld aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen genommen. Dieses hatte vor den fünf Schlussrunden a 5 Kilometer über sechs Minuten Rückstand. So kamen dann auch nur 20 Fahrer ins Ziel.

Favoritin siegt bei den Damen

Vor dem Reimer-Coup hatte sich in Ina Yoko-Teutenberg die Favoritin den Titel bei den Frauen nach 124 Kilometern gesichert. Sie hatte Marlen Jöhrend und Ex-Weltmeisterin Regina Schleicher von der Equipe Nürnberger Versicherung auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Die 34-jährige Meisterin, am Freitag zum Auftakt der Titelkämpfe Dritte im Zeitfahren, feierte ihren 19. Saisonerfolg.

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