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Radsport: Lance Armstrongs Blutwerte verdächtig

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Radsport  

Dänischer Forscher: Armstrongs Werte verdächtig

03.09.2009, 13:22 Uhr | sid

Lance Armstrong steht unter Verdacht. (Foto: imago)Lance Armstrong steht unter Verdacht. (Foto: imago) Lance Armstrong steht wieder einmal unter dem Verdacht der unnatürlichen Leistungssteigerung. Der renommierte dänische Blutforscher Jakob Mörkebjerg hat die Blutwerte des "Tourminators" bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt als "unnormal" bezeichnet und den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger indirekt des Blutdopings verdächtigt.

Sowohl die Anzahl roter Blutkörperchen, als auch der Hämatokrit- und der Hämoglobinwert Armstrongs seien im Vergleich der ersten mit der letzten Etappe der "Großen Schleife" relativ konstant geblieben, sagte Mörkebjerg - ein höchst verdächtiger Befund.

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Armstrongs Blutwerte unnormal niedrig

"Aus unserer Forschung wissen wir, dass diese Blutwerte unter großer Anstrengung - wie bei der Tour de France der Fall - markant fallen. Aber das ist bei Armstrong nicht so", sagte Mörkebjerg dem dänischen Radiosender "DR". Damit sei nicht erwiesen, dass sich der Texaner einer Blutdoping-Kur unterzogen habe, "aber das könnte eine Erklärung sein. Eine andere Ursache wäre Diarrhö oder Dehydrierung." Das Bild, das die Werte des diesjährigen Tour-Dritten Armstrong zeigten, "stehe dem entgegen, was wir normal sehen müssten", ergänzte der dänische Spezialist.

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Beim Giro noch mit normalen Werten

Armstrong veröffentlicht seine Werte auf der Internetseite seiner Krebs-Stiftung (Livestrong). Dort könnte man auch sehen, dass Armstrongs Blutwerte beim Giro d'Italia den von Mörkebjerg erwarteten Verlauf genommen haben. "Aber bei der Tour de France sind sie nicht gefallen", sagte Mörkebjerg, der in Kopenhagen an der Universitätsklinik Bispebjerg Hospital forscht.

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Misstrauen gegenüber Armstrong

Armstrong sieht sich Zeit seiner Karriere Dopingverdächtigungen ausgesetzt, hat aber stets geleugnet, unerlaubte Mittel gebraucht zu haben. 2005 hatte die L'Equipe Armstrong in sechs Fällen Epo-Doping vorgeworfen und sich dabei auf die Auswertung tiefgefrorener Proben von 1999 berufen. Bei der zurückliegenden Tour wurde er mehrfach ohne positiven Befund getestet. Über die fortwährenden Mutmaßungen, wonach er sich doch verbotener Substanzen bediene, sagte er: "Das ist lächerlich. Genug ist genug. Wir sind als Team schon lange zusammen und hatten nie einen positiven Test."

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