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Tony Martin holt Bronze im Zeitfahren

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Radsport-WM  

Tony Martin holt Bronze im Zeitfahren

24.09.2009, 16:04 Uhr | dpa

Tony Martin im Kampf gegen die Uhr. (Foto: dpa)Tony Martin im Kampf gegen die Uhr. (Foto: dpa) Fabian Cancellaras WM-Heimspiel ist zur umjubelten Triumphfahrt geworden - die Tour-Entdeckung Tony Martin trumpfte erneut auf und holte Bronze. Damit bestätigte der 24-Jährige im Zeitfahren über 49,8 Kilometer seinen Aufwärtstrend und bescherte dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am zweiten Tag der Rad-Weltmeisterschaften die zweite Medaille.

Der überragende Weltmeister Cancellara riss in Mendriso schon 150 Meter vor dem Ziel die Arme hoch und rollte gemächlich nach 57:55 Minuten über den Zielstrich. Auch Silbermedaillengewinner Gustav Larsson aus Schweden (1:27 Minuten zurück), der schon nach der ersten von drei Runden von dem Schweizer Überflieger aus Bern überholt worden war, konnte ihn nicht gefährden.

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Harter Kampf um Bronze

Tony Martin profitierte bei seiner Bronzefahrt auch von einem Defekt des Briten Bradley Wiggins, der dadurch an der letzten Steigung wertvolle Zeit verlor. "Ich bin sehr stolz. Das war die Krönung meiner Saison - die WM ist eben das Größte", sagte Martin und ergänzte: "Ich habe die Strecke heute ein wenig unterschätzt und bin die erste Runde zu schnell angegangen. Ich habe dann etwas herausgenommen und konnte mich zum Glück ein wenig erholen." Am Anfang sah es sogar nach Silber für Martin aus, aber der Deutsche war die anspruchsvolle Strecke mit einer zehnprozentigen Steigung zu ungestüm angegangen und musste am Ende mächtig um Bronze kämpfen. Nach der Zieldurchfahrt ließ er sich erschöpft auf den Asphalt sinken und schnappte nach Luft.

Cancellara: "Ein perfekter Tag"

"Das war heute ein perfekter Tag. An Sonntag denke ich erst ab morgen früh", meinte Cancellara nach seinem dritten WM-Titel im Zeitfahren. "Heute habe ich bewiesen, dass ich bereit war - das muss ich auch am Sonntag beweisen. Der Titel auf der Straße wäre ein Traum." Auch Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis war völlig fertig - aber vor Begeisterung: "Das war das beste Zeitfahren, das ich von ihm je erlebt habe", sagte der Däne.

Grabsch ohne Chance

Titelverteidiger Bert Grabsch kam überhaupt nicht zurecht und fuhr in 1:01:33 Stunden nur auf den zehnten Platz. "Ich weiß nicht woran es lag, es klappte heute bei mir überhaupt nicht. Ich hatte mir eine Medaille vorgenommen", sagte Grabsch.

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