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Radsport: André Greipel gewinnt die Tour Down Under

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Greipel gewinnt die Tour Down Under

24.01.2010, 13:31 Uhr | dpa

André Greipel freut sich über seinen Sieg in Australien. (Foto: dpa)André Greipel freut sich über seinen Sieg in Australien. (Foto: dpa) André Greipel hatte doppelten Grund zu feiern. Erst konnte der Rostocker Radprofi nach einer großartigen Woche auf seinen Gesamtsieg bei der Tour Down Under anstoßen, dann kam bei ihm die Freude über die Spitzenposition in der UCI-Weltrangliste auf.

Dem 27-Jährigen reichte auf der Schlussetappe rund um Adelaide ein fünfter Platz, um beim Tagessieg des Australiers Christopher Sutton sein Leader-Trikot zu verteidigen und sich zu Saisonbeginn an die Spitze der ProTour-Wertung zu setzen. "Ich bin wirklich glücklich, hier wieder gewonnen und die ProTour-Führung übernommen zu haben", jubelte der dreifache Etappengewinner Greipel nach der Siegerehrung.

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Schulterbruch setzte Greipel außer Gefecht

Für den Topsprinter vom US-Team HTC-Columbia bleibt die Tour Down Under, bei der er bislang insgesamt acht Tagessiege feierte, ein ganz spezielles Rennen. Hatte er 2008 nach vier Etappenerfolgen zum ersten Mal den Gesamtsieg bejubeln können, so musste der zweifache Familienvater im Vorjahr einen herben Rückschlag hinnehmen: Beim Saisondebüt in Australien stürzte Greipel schwer und fiel wegen eines Schulterbruchs monatelang aus. Angesichts dieser "bösen Erinnerung", so Greipels Sportdirektor Rolf Aldag, hatte das Kraftpaket mit der 794,5 Kilometer langen Rundfahrt "noch eine offene Rechnung". Die ist nun beglichen. "Jetzt wird erstmal gefeiert", kündigte Greipel an.

Greipel nimmt Tour-Premiere ins Visier

Für die neue Saison hat sich Greipel, der im vergangenen Jahr 20 Saisonsiege eingefahren und die Punktwertung der Spanien-Rundfahrt gewonnen hatte, wieder viel vorgenommen. Vor allem bei der Tour de France will er erstmals um Siege mitsprinten, doch ausgerechnet aus dem eigenen Team droht ihm die größte Gefahr. Denn der Brite Mark Cavendish, 2009 mit sechs Etappensiegen klar schnellster Mann des Tour-Feldes, ist bei HTC-Columbia als Topsprinter gesetzt. Ob Greipel seine Debüt-Chance in Frankreich erhält, hatte Aldag zuletzt nicht garantieren wollen. Mit seinen Leistungen in Down Under hat Greipel seine Ausgangsposition im Rennen um die begehrten Tour-Tickets aber sicher nicht verschlechtert.

Armstrong ist topfit für die große Schleife

Hinter dem Rostocker belegten der Spanier Luis Sanchez (+11 Sekunden) und der Neuseeländer Greg Henderson (+15) die Ränge zwei und drei des Gesamtklassements. Superstar Lance Armstrong wurde nur 25. (+1:03 Minuten), erhielt für seinen Saisoneinstand aber ein Lob von RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel: "Lance ist gut drauf. Er ist im Vergleich zum letzten Jahr ganz anders." Der Texaner selbst, der 2009 in Australien nach dreieinhalbjähriger Pause sein Comeback gegeben hatte, richtete seinen Blick bereits auf die Tour, bei der er seinen achten Gesamtsieg anstrebt. Es werde als Kerl, der dann fast 39 Jahre alt sei, nicht leicht, sagte Armstrong: "Aber ich werde mein Bestes geben."

Zwei Milram-Profis untern den Top Ten

Nach dem ersten Saisonrennen zog auch die Dortmunder Milram-Equipe zufrieden Bilanz. In dem Australier Luke Roberts (5.) und dem Kaarster Markus Fothen (10.) platzierten sich gleich zwei Milram-Profis unter den Top Ten des Gesamtklassements, zudem gewann der Österreicher Thomas Rohregger das Bergtrikot. "Die Ergebnisse in Australien unterstreichen, dass wir im Vergleich zum Vorjahr auf einem besseren Weg sind", sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen. Dies ist aber auch nötig, wenn die Suche nach dem dringend benötigten neuen Hauptsponsor für 2011 erfolgreich sein soll.

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