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Radsport: BDR schließt Schumacher-Comeback aus

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BDR schließt Schumacher-Comeback aus

26.01.2010, 12:41 Uhr | sid, dpa

Stefan Schumacher bangt um seine sportliche Karriere. (Foto: imago)Stefan Schumacher bangt um seine sportliche Karriere. (Foto: imago) Die Karriere in der deutschen Rad-Nationalmannschaft ist für Stefan Schumacher wohl beendet. Nach der Bestätigung der Zweijahres-Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS kommt der 28-Jährige beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) weder für einen Einsatz bei der Straßenrad-WM Ende September in Australien noch darüber hinaus in Frage.

"Das wäre ein absurder Gedanke", sagte BDR-Präsident Rudolf Scharping.

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Schumacher könnte im Herbst wieder starten

Vielmehr könnten auf Schumacher in der nächsten Zeit vom BDR noch finanzielle Forderungen zukommen. "Die Juristen werden prüfen, ob wir Schadenersatzansprüche geltend machen", sagte Scharping. Der CAS hatte den Einspruch Schumachers gegen die Zwei-Jahres-Sperre zurückgewiesen, das Ende der Sperre aber auf den 27. August 2010 zurückgesetzt. Damit könnte der Schwabe im Herbst wieder starten. Ursprünglich sollte das weltweite Fahrverbot von Schumacher erst am 21. Januar 2011 enden.

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Lehner: "Schumacher ist in Top-Form"

Nichtsdestotrotz will Schumacher wieder im alten Metier Fuß fassen und den Justiz-Marathon hinter sich lassen. Deshalb könnte sich der Schwabe dafür entscheiden, auf den angedachten Gang vor das Schweizer Bundesgericht zu verzichten. "Stefan muss den Blick jetzt nach vorne richten - er ist ein Sportler mit Leidenschaft. Er ist in Top-Form und hat ein hartes Wintertraining absolviert", sagte sein Anwalt Michael Lehner.

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Wie geht es für Schumacher weiter?


Lehner will nach dem Studium der 39-seitigen Urteilsbegründung in "zwei, drei Wochen" entscheiden, ob er nach dem Vorbild der dort allerdings gescheiterten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein vor das Schweizer Bundesgericht zieht. Neben möglichen Schadenersatz-Forderungen müsse man aber "vor allem die Fortsetzung der Karriere im Blick" haben, sagte der Heidelberger Sportrechtler, der "aus dem Fall Danilo Hondo weiß", wie lange sich ein weiteres Verfahren ziehen könnte. Ohne Team und mit erheblich angeschlagener Reputation steht Schumacher, der bei der Tour de France 2008 und bei den Olympischen Spielen in Peking positiv auf das Blutdopingmittel CERA getestet worden war, ohnehin ein steiniger Weg bevor.

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Lehner vermutet Willkür der AFLD


"Der CAS war sich wohl über die Dünnheit seiner Argumentation im Klaren. Deshalb wollten sie Stefan durch die Verkürzung der Strafe etwas 'Gutes' tun", sagte Lehner, der den Spruch der höchsten Sportinstanz in Lausanne als Teilerfolg wertete. Sein Hauptargument in der Anhörung am 4. November 2009 war die fehlende Zulassung der Testverfahren, die zur positiven A-Probe geführt hatten. Am 9. Oktober waren die Ergebnisse von Tour-Nachtests bekanntgeworden, die die Französische Anti-Doping-Agentur AFLD hatte vornehmen lassen. Bei Schumacher und seinem - geständigen - Teamkollegen Bernhard Kohl wurde dabei in der A-Probe CERA nachgewiesen. "Die hatten da einfach bei Gerolsteiner zwei Leute rausgepickt und die anderen liegen gelassen", sagte Lehner.

Bei der Tour gedopt


Die AFLD hatte Schumacher, der vor zwei Jahren in Frankreich überraschend beide Tour-Zeitfahren gewann und zwei Tage das Gelbe Trikot trug, am 19. Februar vergangenen Jahres gesperrt. Wenig später bestätigte der Weltverband UCI die Sperre aus Frankreich und verhängte ein weltweites Fahrverbot bis zum 21. Januar 2011. Mit dem unerwarteten CAS-Urteil machte die Kammer von seiner Möglichkeit Gebrauch, eine Sperre bis zum Zeitpunkt der Probenentnahme zurückzuverlegen.

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