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Radsport: Ricco nach Dopingsperre zurück

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Ricco nach Dopingsperre zurück

18.03.2010, 16:51 Uhr | sid, sid

Radsport: Ricco nach Dopingsperre zurück. Kehrt nach Dopingsperre auf Radsport-Bühne zurück: Riccardo Ricco (Foto: imago)

Kehrt nach Dopingsperre auf Radsport-Bühne zurück: Riccardo Ricco (Foto: imago)

Nach Ablauf seiner 20-monatigen Dopingsperre kehrt der italienische Radprofi Riccardo Ricco am kommenden Dienstag auf die Radsport-Bühne zurück. Mit seinem neuen Team Ceramica Flaminia startet Ricco beim traditionsreichen Coppi & Bartali-Rennen. „Das ist das wichtigste Rennen meiner Karriere. Ich möchte mich bei der gesamten Radsport-Welt, Konkurrenten, Offiziellen, Betreuern, Fans und Journalisten entschuldigen“, sagte Ricco im Gespräch mit italienischen Medien am Donnerstag.

„Ich wollte nicht enttäuschen“

Der Italiener, bei der Tour de France 2008 zweimal positiv auf Epo getestet, bedauert seine Doping-Vergangenheit. „Ich war müde, ich wollte nicht enttäuschen und habe dann einen großen Fehler gemacht“, sagte Ricco, der inzwischen einen sieben Monate alten Sohn hat. Er nannte ihn Alberto – zu Ehren des zweimaligen Tour-Siegers Alberto Contador, mit dem Ricco eng befreundet ist. In den schwierigen Monaten nach der Dopingsperre seien ihm seine Familie und einige Freunde nahe gewesen, nicht aber die Kollegen. „Im Radsport gibt es keine Solidarität, sondern viel Heuchelei“, sagte Ricco.

Ein Jahr Gefängnis für „Dr. Mabuse“

Derweil muss der ehemalige Physiotherapeut des im Vorjahr verstorbenen Radstars Frank Vandenbroucke, Bernard Sainz, für ein Jahr ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Paris sah es als erwiesen dann, dass der unter dem Spitznamen „Dr. Mabuse“ bekannt gewordene Betreuer verbotene Substanzen besessen und damit gehandelt habe. Allerdings reduzierte die Revision das ursprüngliche Strafmaß sowie die anschließende Bewährung von jeweils 18 auf zwölf Monate. Sainz kündigte unmittelbar nach seiner neuerlichen Verurteilung den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg an.

Sainz schon in Festina-Skandal verwickelt

Sainz war 2002 auf dem Rückweg von Vandenbrouckes Haus in eine Verkehrskontrolle geraten, bei der die Polizei in seinem Kofferraum illegale Substanzen entdeckte. Als daraufhin Vandenbrouckes Haus durchsucht wurde, fanden die Ermittler Epo, Morphium und das muskelbildende Präparat Clenbuterol. Erstmals war Sainz bereits 1999 verhaftet worden, da er Auflagen aus dem Festina-Skandal von 1998, in den er verwickelt war, nicht eingehalten hatte. Damals wurde ihm unter anderem der Kontakt zu Radprofis untersagt.

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