Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport: Oscar Freire gewinnt Mailand - San Remo

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radprofi Freire gewinnt Mailand - San Remo

20.03.2010, 18:06 Uhr | dpa, dpa

Radsport: Oscar Freire gewinnt Mailand - San Remo. Sieger bei Mailand - San Remo: Oscar Freire. (Foto: imago)

Sieger bei Mailand - San Remo: Oscar Freire. (Foto: imago)

Oscar Freire hat die 101. Auflage von Mailand - San Remo gewonnen und damit einen perfekt Start in die Klassiker-Saison gefeiert. Der spanische Radsport-Profi vom Team Rabobank setzte sich im Massensprint durch und feierte damit nach 2004 und 2007 seinen dritten Triumph an der Mittelmeerküste. Zweiter wurde Tom Boonen (Quick Step) vor dem italienischen Lokalmatador Alessandro Petacchi (Lampre).

Der frühere Weltmeister Freire trat in San Remo die Nachfolge des britischen Columbia-Kapitäns Mark Cavendish an, der im Finish schon keine Rolle mehr spielte. Auch die Fahrer des Dortmunder Milram-Teams um Linus Gerdemann konnten bei dem mit 298 Kilometern längsten Eintagesrennen nicht ins packende Finale eingreifen.


Ausreißergruppe doch noch eingefangen

Schon drei Kilometer nach dem Start in Mailand hatte sich ein italienisches Trio abgesetzt. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung von Fabrice Piemontesi, Aristide Ratti und Diego Caccia rund 23 Minuten auf das hinterher bummelnde Feld - Rekord in der langen Geschichte des prestigeträchtigen Klassikers. Doch dann sorgte die russische Katjuscha-Equipe für Tempo im Peloton, so dass die Ausreißer nach gut 200 Kilometer langer Flucht gestellt wurden. Später suchte der Franzose Maxime Bouet sein Heil als Solist, aber auch er wurde geschluckt. Am Ende machten nach der Bewältigung des letzten Anstiegs, dem Poggio, wie erwartet die schnellsten Männer des Feldes bei der italienischen Classicissima den Sieger unter sich aus.

Cavendish muss viel Kraft aufwenden

Vielen Mitfavoriten war die Katjuscha-Attacke kurz nach dem Turchina-Pass sehr gelegen gekommen. Denn der durch Zahnprobleme gehandicapte Columbia-Sprinter Cavendish wurde wie viele seiner Kollegen überrascht und sah sich plötzlich im hinteren Teil des gesprengten Feldes wieder. Der Zögling des viermaligen Mailand-San-Remo-Champions Erik Zabel musste bei Temperaturen um kühle zehn Grad wertvolle Kräfte aufwenden, bis er den Anschluss wiederhergestellt hatte. Am vorletzten Anstieg, der Cipressa, wurde der Brite dann aber abgehängt und konnte nicht mehr in die Entscheidung eingreifen.


Columbia ohne Plan B

Cavendish war Columbias heißestes Eisen im Feuer - trotz seiner gesundheitlichen Fragezeichen. Sportdirektor Rolf Aldag hatte sogar auf den in diesem Jahr schon sechsmal siegreichen André Greipel aus Hürth verzichtet und sich voll auf Cavendish konzentriert. "Es gibt keinen Plan B", hatte Aldag verkündet.

Armstrong sagt kurzfristig ab

Einen Tag vor dem Rennen waren die Veranstalter um eine Attraktion ärmer: Lance Armstrong, der das Rennen nur als Vorbereitung für die Tour de France gefahren wäre, sagte seinen Start wegen eines Magen-Darm-Infekts ab. Zuvor hatte bereits der Freiburger Heinrich Haussler, der im Vorjahr nur um Millimeter den größten Erfolg seiner Karriere verpasst hatte, wegen Kniebeschwerden auf seine Teilnahme verzichten müssen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal