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Radsport: Fabian Cancellara gewinnt die Flandern-Rundfahrt

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Radsport  

Cancellara verdirbt Boonen das Heimspiel

04.04.2010, 18:39 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Radsport: Fabian Cancellara gewinnt die Flandern-Rundfahrt. Dem Antritt von Fabian Cancellara kann kein Fahrer folgen. (Foto: ap)

Dem Antritt von Fabian Cancellara kann kein Fahrer folgen. (Foto: ap)

Fabian Cancellara hat die 94. Flandern-Rundfahrt der Radprofis gewonnen. Der Zeitfahr-Olympiasieger vom Team Saxo Bank hatte sich 15 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt und fuhr mit einem Vorsprung von 1:14 Minuten auf den Belgier Tom Boonen (Quick Step) über die Ziellinie. Philippe Gilbert vom Team Omega Pharma-Lotto wurde Dritter. Cancellara hat damit nach Paris-Roubaix und Mailand-San Remo das dritte "Monument" des Radsports gewonnen.

Hondo belegt Rang neun

Die deutschen Kopfsteinpflaster-Spezialisten mussten sich im Kampf um die Podiumsplätze in dem 262 Kilometer langen Rennen mit 15 zum Teil sehr schweren Anstiegen von Brügge nach Meerbeke deutlich geschlagen geben. Marcus Burghardt (BMC) und Marcel Sieberg (Columbia) lagen am längsten aussichtsreich im Rennen, verpassten aber letztlich das Podium deutlich. Mit Heinrich Haussler (Cervelo) hatte der einzige deutsche Sieganwärter wegen einer Knieverletzung auf das Rennen verzichten müssen. Danilo Hondo wurde als bester Deutscher Neunter.

Auch Armstrong muss sein Rad schieben

Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong hielt sich besser als erwartet. Der 38-jährige Texaner, der in dieser Saison noch nicht überzeugen konnte, startete zum ersten Mal seit 2005 wieder bei der Flandern-Rundfahrt und kam mit der ersten großen Verfolgergruppe ins Ziel. 50 Kilometer vor dem Ziel hatte er sogar eine Attacke gesetzt, die allerdings schnell verpuffte. Am bis zu 22 Prozent steilen Koppenberg musste er dann wie viele andere sein Rad zwar kurz schieben, fand danach aber wieder den Anschluss an die Spitze. Armstrong bestritt das Rennen als Vorbereitung auf die Tour de France, bei der in diesem Jahr in der ersten Woche ebenfalls einige Kopfsteinpflasterpassagen bewältigt werden müssen.

Entscheidung an der Mauer von Geraardsbergen

Trotz des teilweise widrigen Aprilwetters mit Windböen und heftigen Schauern säumten über eine Million Fans die Strecke, die mit unzähligen Kopfsteinpflasterpassagen und 15 giftigen Anstiegen das ganze Können der Profis forderte. Der Jubel wurde jedoch merklich leiser, als Cancellara den flämischen Liebling Boonen an der berühmten Mauer von Geraardsbergen knapp 15 Kilometer vor dem Ziel abhängte. Cancellara hatte zuvor am Molenberg, dem zehnten sogenannten Helling (Anstieg), die vorentscheidende Attacke gesetzt und das Feld gesprengt. Auf dem holprigen Kopfsteinpflaster folgte nur Top-Favorit Boonen, an der bis zu 20 Prozent steilen Muur ging aber schließlich auch ihm die Luft aus. Cancellara ließ es dann auf dem letzten Kilometer ruhig angehen. Mit der Nationalflagge in der Hand überquerte er die Ziellinie und feierte den ersten Schweizer Sieg bei dem Rennen.

Devolder verpasst den Hattrick

Als die Post auf den letzten 25 Kilometern abging, war das Tempo auch für Stijn Devolder zu hoch. Der Sieger der vergangenen beiden Jahre verpasste somit den Hattrick, der bisher nur dem Italiener Fiorenzo Magni (1949-51) gelungen war. Boonen, der das Rennen 2005 und 2006 gewonnen hatte, verpasste somit erneut die Chance auf den dritten Sieg. In der Geschichte der Rundfahrt siegten bisher nur Johan Museeuw, Eric Leman, Magni und Achiel Buysse dreimal. Dagegen hat Cancellara nach seinen Siegen bei Mailand-San Remo (2008) und Paris-Roubaix (2006) auch den dritten großen Frühjahrs-Klassiker gewonnen.

Wenigstens bei den Damen siegt eine Belgierin

Im Frauen-Rennen verpasste Vorjahressiegerin Ina-Yoko Teutenberg (Columbia) einen erneuten Triumph. Die Belgierin Grace Verbeke (Lotto) siegte vor dem niederländischen Duo Marianne Vos (Nederland Bloeit) und Kirsten Wild (Cervelo).

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