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Radsport: Winokurow gewinnt Klassiker

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Winokurow entscheidet Klassiker für sich

25.04.2010, 19:28 Uhr | dpa, dpa

Radsport: Winokurow gewinnt Klassiker. Alexander Winokurow ist nach seiner Sperre zurück und erfolgreich. (Foto: dpa)

Alexander Winokurow ist nach seiner Sperre zurück und erfolgreich. (Foto: dpa) (Quelle: imago)

Das schlechte Gewissen des Radsports ist zurück. Alexander Winokurow, der 2007 nach Blutdoping bei der Tour de France für zwei Jahre gesperrt worden war, holte sich nach 258 Kilometern den Sieg beim ältesten Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich und wiederholte damit seinen Sieg von 2005. Der 36-Jährige, früher an der Seite von Jan Ullrich bei Telekom und T-Mobile bereits erfolgreich, hatte sich 17 Kilometer vor dem Ziel von einer Spitzengruppe mit allen Favoriten - unter ihnen auch sein Astana-Team-Kapitän Alberto Contador - abgesetzt. Von den deutschen Fahrern war nur Jens Voigt auffällig.

Attacke vor dem Ziel bringt die Entscheidung

Der Russe Alexander Kolobnew gesellte sich zu dem enteilten Kasachen. Aber Winokurow, dessen Sperre im August 2009 abgelaufen war, und das im Juli wieder eine Tour-Teilnahme anpeilt, ließ dem Konkurrenten am Schlussanstieg in den Lütticher Vorort Ans keine Chance. Etwa 400 Meter vor dem Ziel attackierte das Sorgenkind vom Astana-Team Kolobnew und zog unwiderstehlich davon. Im Ziel hatte Winokurow sechs Sekunden Vorsprung. Er war mit dem Sieg bei der Trentino-Rundfahrt in Italien gegen starke Konkurrenz in den Beinen nach Belgien gekommen.


Tränen in den Augen des Siegers

Tourdirektor Christian Prudhomme nahm den Winokurow-Sieg mit versteinerter Miene zur Kenntnis. Die ASO, die auch die Tour veranstaltet und Prudhommes Arbeitgeber ist, veranstaltet auch den seit 1892 gefahrenen Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. "Das ist fantastisch, damit hatte ich nicht gerechnet. Das ist eine Revanche für mich und ein sehr wichtiger Sieg. Ich habe bewiesen, dass mit mir noch zu rechnen ist", sagte Winokurow und hatte dabei Tränen in den Augen. Auf Platz drei fuhr der Spanier Alejandro Valverde, auf den nach einem noch ausstehenden Urteil des Sportgerichtshofes CAS eine weltweite Doping-Sperre warten könnte.

Voigt in Spitzengruppe dabei

Der 38-jährige Routinier Voigt vom Team Saxo-Bank, 2005 in Lüttich schon einmal Zweiter hinter Alexander Winokurow, hatte seinen großen Auftritt nach 160 Kilometern. Er attackierte hinter einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, in der auch der Milram-Profi Niki Terpstra (Niederlande) fuhr, und kam schnell vom Hauptfeld weg. Nach 36 Kilometern war der Ausflug, mit dem er taktische Vorarbeit für seine Team-Kapitäne Andy und Frank Schleck leisten sollte, beendet. Nach knapp 200 Kilometern allein ganz vorne war die Spitzengruppe 38 Kilometer vor dem Ziel gestellt worden. Ansonsten war von den deutschen Profis, mit Ausnahme von Paul Martens, der im Finale in einer Verfolgergruppe noch vorne mitmischte, nicht viel zu sehen. Als bester Deutscher wurde Martens 15.

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