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Radsport: Team Miram schöpft bei Sponsorensuche Hoffnung

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Radsport  

Van Gerwen: "Es muss einfach weitergehen"

07.05.2010, 15:14 Uhr | sid, sid

Radsport: Team Miram schöpft bei Sponsorensuche Hoffnung. Die Zukunft sieht für die "Milchmänner" offenbar wieder rosiger aus. (Foto: imago)

Die Zukunft sieht für die "Milchmänner" offenbar wieder rosiger aus. (Foto: imago)

Dem Team Milram droht am Saisonende das Aus, weil sich der Hauptsponsor Nordmilch zurückzieht. Bislang gestaltete sich die Suche nach einem neuen Geldgeber schwierig, doch nun schöpft Teamchef Gerry van Gerwen neue Hoffnung. "Wir sind in engen Gesprächen mit Sponsoren. Bis jetzt ist nichts fertig. Also haben wir noch nichts in der Hand, aber es sind schöne Verhandlungen", sagte der Niederländer kurz vor dem Beginn des Giro d'Italia, der am Samstag in Amsterdam startet.

Entscheidung am zweiten Tour-Ruhetag

Van Gerwen ist davon überzeugt, dass auch in Zukunft auf der Radsport-Landkarte wenigstens für ein deutsches Team Platz sein wird. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht weitergeht. Deutschland ist so ein großes Land. Es muss einfach weitergehen", so van Gerwen, der am zweiten Ruhetag der Tour de France (21. Juli in Pau) endgültig verkünden will, ob und wie es weitergeht. Geucht wird ein Sponsor, der rund acht Millionen Euro in das Team investiert.

Gerolsteiner-Schicksal im Hinterkopf

Team-Kapitän Linus Gerdemann ("Ich wünsche mir, weiter in einem deutschen Team zu fahren") ist guter Dinge, dass den Dortmunder Rennstall nicht das gleiche Schicksal ereilt wie das Team Gerolsteiner vor zwei Jahren. Damals hatte Teamchef Hans-Michael Holczer trotz großer Erfolge, die im Nachhinein auf Lug und Trug (Stefan Schumacher, Bernhard Kohl) basierten, keinen neuen Geldgeber gefunden.

Gerdemann: Wir sind sauber

An den Rahmenbedingungen hat sich allerdings bis heute nichts geändert. Das Dauer-Thema Doping holt den krisenerprobten Radsport in schöner Regelmäßigkeit ein. In den letzten zwei Wochen gab es allein schon acht Dopingfälle. Gerdemann glaubt aber nicht, dass dies potenzielle Sponsoren abschrecken könnte. "Bei uns fährt der Pauschalverdacht nicht mit. Wir haben die Glaubwürdigkeit aufgebessert und dazu beigetragen, das Ansehen des Radsports zu steigern", sagte er

Wiederaufbau benötigt Zeit

Gleichwohl sei der Radsport in Deutschland aber noch weit von den einstigen Jubeljahren zu Zeiten von Jan Ullrich oder Erik Zabel entfernt. "Es ist schwer, das, was abgerissen wurde, wieder aufzubauen. Das benötigt Zeit. Es entsteht momentan noch kein Radsport-Boom“, ergänzte Gerdemann.

Erfolge nicht so wichtig

Dazu gehören auch Erfolge, und die waren 2009 und 2010 bei Milram bislang rar gesät. Fünf Siege stehen für dieses Jahr zu Buche, was aber vor allem einer schier endlosen Verletzungsmisere geschuldet war. "Wir hatten viel Pech, in fünf Jahren interessiert das aber auch keinen", sagt van Gerwen, der mit den gezeigten Leistungen zufrieden ist. Auf die Sponsorensuchen hätte die Anzahl der Siege ohnehin keinen großen Einfluss.

Wegmann und Gerdemann sollen es richten

Hilfreich sind Erfolge aber allemal, und so peilt das Team Milram beim Giro einige Etappensiege an. Insbesondere Gerdemann und Fabian Wegmann, der jüngst den Prestigeerfolg beim Radklassiker in Frankfurt einfuhr, stehen dabei im Fokus. Im Sprint hofft man auf Robert Förster, der in den Jahren 2006 und 2007 bereits zwei Etappen beim Giro gewann.

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