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Giro d'Italia: Wiggins gewinnt die erste Etappe in Amsterdam

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Favorit Wiggins holt erstes Rosa Trikot

08.05.2010, 18:09 Uhr | sid, sid

Giro d'Italia: Wiggins gewinnt die erste Etappe in Amsterdam. Giro d' Italia: Bradley Wiggins feiert seinen Auftaktsieg in Amsterdam. (Foto: ap)

Bradley Wiggins feiert seinen Giro-Auftaktsieg in Amsterdam. (Foto: ap)

Bradley Wiggins hat die erste Etappe des 93. Giro d'Italia gewonnen. Der Brite war beim 8,4 Kilometer langen Zeitfahren quer durch Amsterdam schnellster aller 198 Starter auf dem technisch anspruchsvollen Kurs. Der zweifache Olympiasieger von Peking, der Brent Bookwalter (USA) und Weltmeister Cadel Evans (Australien) mit jeweils zwei Sekunden Rückstand auf die Plätze zwei und drei verwies, holte sich damit das erste Rosa Trikot. Bester der elf deutschen Giro-Teilnehmer war der lange Columbia-Profi Marcel Sieberg zwölf Sekunden hinter dem Tagessieger. Rund eine halbe Million Zuschauer machten den Giro-Auftakt zu einem Volksfest.

Wiggins geht volles Risiko

Der im Vorjahr aus seiner Doping-Sperre zurückgekehrte Alexander Winokurow fuhr nach Evans die beste Zeit der Favoriten auf den Gesamtsieg. Der 36-jährige ehemalige T-Mobile-Star war nach 10:23 Minuten im Ziel. Der Italiener Ivan Basso, Giro-Gewinner 2006, enttäuschte in 10:41. Carlos Sastre, Toursieger 2008, verlor 25 Sekunden auf Wiggins. Der zweifache deutsche Meister Fabian Wegmann hatte eine ungewöhnliche Begegnung mit einer Taube, die ihm in voller Fahrt an den Helm flog. Tagessieger Wiggins gab sich nach seinem Erfolg als Draufgänger. "Ich bin volles Risiko gefahren. Wenn ich gestürzt wäre, wäre ich eben gestürzt", sagte der Brite.

Greipel trotzt seinen Magenproblemen

André Greipel, der zuvor über leichte Magenprobleme geklagt hatte, war als letzter Starter auf den Kurs gegangen. Auf dem kurvenreichen Parcours, der durch zum Teil feuchten Asphalt sehr gefährlich war, ging der Topsprinter aus Hürth kein Risiko ein und verlor 18 Sekunden auf den Sieger. Trotzdem kann sich der in Rostock geborene Hüne Chancen ausrechnen, durch Zeitgutschriften auf den kommenden beiden Flachetappen in den Niederlanden sogar nach dem Rosa Trikot greifen zu können. "André litt an Durchfall, jetzt geht es ihm aber besser, so dass wir hoffen, dass er in den folgenden Tagen im Vollbesitz seiner Kräfte ist", sagte sein sportlicher Leiter beim Team HTC Columbia, Jan Schaffrath.

Fete in orange und rosa

Rund 500.000 Zuschauer, die sich auch vom schlechten Wetter und von kühlen Temperaturen nicht abhalten ließen, feierten eine Fete in orange und rosa. "Ich war schon öfter beim Giro, aber diese Begeisterung heute ist einmalig", staunte der Milram-Profi Matthias Ruß, der als Erster auf die Strecke vom Museumsplatz bis zum Olympiastadion gegangen war. Die Niederlande sind inzwischen zu einem beliebten Gastgeber für die größten Länder-Rundfahrten geworden. Im Vorjahr startete die Vuelta in Assen, am 3. Juli beginnt die Tour de France in Rotterdam.

Giro in zwei Jahren in Washington?

Die Italien-Rundfahrt endet nach insgesamt 21 Etappen und 3.469 Kilometern am 30. Mai in Verona mit einem Einzelzeitfahren. Nach dem ersten Ruhetag am Dienstag, der zum Transfer aus den Niederlanden genutzt wird, wird der Giro am Mittwoch in Italien mit einem Mannschaftszeitfahren in Savigliano fortgesetzt. In zwei Jahren soll der Giro-Startschuss in Washington fallen. Eine Delegation aus der US-Hauptstadt sammelte Eindrücke vor Ort.

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