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Giro: Greipel schäumt vor Wut, Winokourow in Rosa

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Greipel schäumt vor Wut, Winokourow im Rosa Trikot

10.05.2010, 17:50 Uhr | dpa, dpa

Giro: Greipel schäumt vor Wut, Winokourow in Rosa.  Großer Gewinner der dritten Etappe: Alexander Winokourow. (Foto:dpa)

Großer Gewinner der dritten Etappe: Alexander Winokourow. (Foto:dpa)

Die deutschen Radsprinter haben erneut einen Etappensieg beim 93. Giro d'Italia verpasst. Auf dem dritten Tagesabschnitt setzte sich am Montag der Belgier Wouter Weylandt durch, bester Deutscher war Robert Förster als Dritter vor Danilo Hondo.

Winokourow schlüpft ins Rosa Trikot

Großer Gewinner bei der Abschiedsetappe aus den Niederlanden war Alexander Winokourow. Der nach seiner Dopingsperre zu alten Erfolgen zurückkehrende Kasache schlüpfte nach der dritten Etappe ins Rosa Trikot und wird es auch beim Mannschaftszeitfahren in Italien tragen.

Greipel schäumt vor Wut

Nach 224 Kilometern von Amsterdam nach Middelburg kamen zwar vier Deutsche unter die besten Sieben, strahlender Sieger war jedoch der Belgier Wouter Weylandt. Als die nächste Chance auf einen Etappensieg beim Giro d'Italia vertan war, schäumte Andre Greipel vor Wut. Der deutsche Topsprinter wollte wenige hundert Meter nach dem Zielstrich dem belgischen Sieger Wouter Weylandt an den Kragen. "Du hast überhaupt nichts gemacht, du mieser Blödmann", schimpfte der Columbia-Sprinter nach der dritten Etappe auf den Quick-Step-Profi ein und hob bedrohlich die Faust. Andre Greipel rastete im Ziel der mittelalterlichen Stadt an der Nordsee regelrecht aus, wie man es eigentlich nur von seinem Teamkollegen Mark Cavendish gewohnt ist, und zeigte nach den Pleite-Tagen in Holland offensichtlich Nerven. Greipel erzürnte es, dass sich Weylandt nicht ein einziges Mal an der Führungarbeit der Spitzengruppe beteiligt hatte, was freilich dessen gutes Recht war. "Er hat mir ein paar üble Worte gesagt, aber er darf mir keinen Vorwurf machen", sagte Weylandt, der vor dem Australier Graeme Brown und den beiden Deutschen Robert Förster und Danilo Hondo gewann. Für Greipel langte es nur zu Platz sechs.

Evans verliert Anschluss

Noch schlimmer als die deutschen Sprinter traf es andere. Auf der Etappe an der Nordsee strahlte der Himmel zwar blau, bei Wind und empfindlicher Kühle zerfiel das Feld jedoch in einzelne Grüppchen, zudem gab es mehrere Stürze. Dabei wurde Evans aufgehalten, verlor den Anschluss und führte rund 45 Sekunden nach dem Tagessieger die erste Verfolgergruppe ins Ziel. Auch 2002 war Evans nur einen Tag in Rosa beim Giro gefahren.

Petacchi mit Defekt

Nutznießer war Winokourow, der zuletzt schon beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich als Sieger strahlte, die Kritiker aber die Nase rümpfen ließ. Gar nicht in den Sprint eingreifen konnte der Italiener Alessandro Petacchi, der nach einem Defekt zurückfiel und den Anschluss an die Spitzengruppe danach nicht mehr fand.

Mannschaftszeitfahren am Mittwoch

Nach einem Reisetag wird das Rennen am Mittwoch in Italien mit einem 33 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren von Savigliano nach Cuneo fortgesetzt.

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