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Radsport: Milram-Profi Gerdemann knapp am Etappensieg vorbei

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Gerdemann darf bis kurz vor dem Ziel hoffen

19.05.2010, 19:35 Uhr | dpa, sid

Radsport: Milram-Profi Gerdemann knapp am Etappensieg vorbei. Auf Kurs: Linus Gerdemann machte in der Gesamtwertung Boden gut. (Foto: imago)

Auf Kurs: Linus Gerdemann macht in der Gesamtwertung Boden gut. (Foto: imago)

Die Hoffnung auf den ersten Etappensieg beim Giro d'Italia endete für Linus Gerdemann kurz vor dem Ziel. Nach einer Attacke wurde der Milram-Profi erst spät eingeholt und musste sich am Ende der längsten Etappe der 93. Italien-Rundfahrt nach 262 km von Lucera nach L'Aquila mit dem sechsten Platz begnügen. Den Sieg auf dem elften Tagesabschnitt feierte so der Russe Jewgeni Petrow vor dem Italiener Dario Cataldo und Ex-Toursieger Carlos Sastre (Spanien).

Dennoch gehörte Gerdemann zu den Gewinnern eines verregneten Tages. Denn der gebürtige Münsteraner gehörte einer der größten Ausreißergruppen in der Geschichte des Giros an, die das Gesamtklassement komplett auf den Kopf stellte und den Kasachen Alexander Winokurow aus dem Rosa Trikot fuhr.

So etwas hat Henn noch nicht erlebt

"Das war eine verrückte Etappe. So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt. Als sich die große Spitzengruppe abgesetzt hat, sind die Favoriten ruhig geblieben. Keiner hat gezuckt", sagte Milram-Sportdirektor Christian Henn und ergänzte: "Für uns war die Situation optimal. Linus hat alles auf eine Karte gesetzt und nach dem Etappensieg gegriffen. Schade, dass es nicht gereicht hat."

56 Fahrer mit 12:43 Minuten Vorsprung

Bereits nach gut 20 Kilometer hatte sich die 56 Fahrer starke Fluchtgruppe vom Rest des Feldes abgesetzt und am Ende einen Vorsprung von 12:43 Minuten auf Winokurow und einem Großteil der Topfavoriten herausgefahren. Damit übernahm der Australier Richie Porte vom Saxo-Bank-Team das Rosa Trikot des Gesamtersten. Auf die Plätze zwei und drei wurden David Arroyo (Spanien/1:42) und der Kroate Robert Kiserlovski (1:54) vorgespült.

Gerdemann nun Gesamtsiebter

Gerdemann liegt nur noch 5:34 Minuten zurück und kletterte vom 21. auf den siebten Gesamtrang. Auch Ex-Toursieger Carlos Sastre ist mit einem Rückstand von 7:09 Minuten wieder gut im Geschäft, während Winokurow nun gut zehn Minuten zurückliegt. "Das war ein schrecklicher Tag für das Team. Aber der Giro ist noch nicht vorbei. Es kommen noch zehn Etappen. Mal sehen, was noch passiert", meinte der Kasache, der beim diesjährigen Giro fünf Tage in Rosa gefahren war.

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