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Giro: Garzelli stiehlt den Favoriten auf dem Kronplatz die Schau

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Radsport - Giro d'Italia  

Garzelli stiehlt den Favoriten die Schau

25.05.2010, 19:00 Uhr | sid/dpa, sid, dpa

Giro: Garzelli stiehlt den Favoriten auf dem Kronplatz die Schau. Lippenbekenntnis: Stefano Garzelli war Schnellster auf dem Kronplatz. (Foto: Reuters)

Lippenbekenntnis: Stefano Garzelli war Schnellster auf dem Kronplatz. (Foto: Reuters)

Stefano Garzelli krönte sich auf dem Kronplatz. Der Italiener aus dem Team Acqua&Sapone gewann das Bergzeitfahren des 93. Giro d'Italia auf den 2275 Meter hohen Berg und stahl den Favoriten die Schau. Der Giro-Sieger von 2000 benötigte auf der 12,9 Kilometer langen, teilweise geschotterten und bis zu 24 Prozent steilen Rampe 41:28 Minuten und war damit 42 Sekunden schneller als Weltmeister Cadel Evans (Australien/BMC). John Gadret (Frankreich/AG2R) belegte 54 Sekunden hinter Garzelli Platz drei, der für den fünften italienischen Etappensieg in Folge sorgte.

Der Spanier David Arroyo (Caisse d'Epargne) verteidigte das Rosa Trikot des Gesamtführenden und liegt noch 2:27 Minuten vor Ivan Basso (Liquigas). Der Italiener schloss den 16. Tagesabschnitt des Giros als Sechster ab. Richie Porte (Australien/Saxo Bank) ist Dritter des Gesamtklassements mit einem Rückstand von 2:36 Minuten.

"Die reinste Qual" für Gerdemann

Linus Gerdemann zeigte eine enttäuschende Vorstellung und fuhr in 47:27 Minuten nicht einmal unter die besten 100 des Tages. In der Gesamtwertung verlor der gebürtige Münsteraner dadurch seinen neunten Platz. "Ich habe mich noch nie so elendig auf dem Rad gefühlt", sagte der total erschöpfte Milram-Kapitän nach der Etappe und ergänzte: "In der vergangenen Nacht konnte ich kaum schlafen und heute musste ich mich mit permanentem Hustenreiz den Berg hochkämpfen. Das war die reinste Qual."

Basso möchte weiter angreifen

Dagegen war der neue Gesamtzweite der Italien-Rundfahrt zuversichtlich. "Das war ein guter Tag für uns. In den kommenden Tagen werde ich weiter angreifen. Ich bin optimistisch", sagte Basso, der den Giro 2006 gewonnen hatte.

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