Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport: Sinkewitz fürchtet kein Armstrong-Mobbing

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Sinkewitz fürchtet kein Armstrong-Mobbing

01.06.2010, 13:06 Uhr | dpa, sid

Radsport: Sinkewitz fürchtet kein Armstrong-Mobbing. Patrik Sinkewitz freut sich auf seinen ersten Einsatz nach achtmonatiger Zwangspause. (Foto: imago)

Patrik Sinkewitz freut sich auf seinen ersten Einsatz nach achtmonatiger Zwangspause. (Foto: imago)

Gerade erst ist Patrik Sinkewitz nach achtmonatiger Suche nach einem neuen Team in den Profi-Radsport zurückgekehrt, und schon misst er sich mit den besten Fahrern der Szene. Am Mittwoch startet er bei der stark besetzten Luxemburg-Rundfahrt. Dass er möglicherweise von Lance Armstrong gemoppt werden könnte, fürchtet er nicht.

Der US-Amerikaner, dem derzeit selbst ein Doping-Geständnis von Floyd Landis schwer zu schaffen macht, ging in der Vergangenheit nicht gerade zimperlich mit geständigen Doping-Sündern um. "Ich habe vor Niemandem Angst. Ich weiß, was ich gemacht habe, aber ich kann in den Spiegel schauen", sagt der 29-jährige Sinkewitz.

Heiß auf Erfolge

Das viertägige Etappenrennen in dem kleinen Nachbarland ist Sinkewitz' Debüt für den italienischen Zweitliga-Rennstall ISD-Neri. Nach monatelanger Warterei ist der einstige T-Mobile-Profi heiß auf Erfolge. "Ich möchte gleich in den ersten Rennen gute Resultate bringen, um mich bei dem Team zu bedanken", sagt der einstige Sieger der Deutschland-Tour.

Name Sinkewitz in der Branche verpönt

Im September 2009 hatte Sinkewitz sein letztes Rennen bestritten, damals im Trikot des tschechischen PSK-Teams. Nach einer Etatkürzung stand Sinkewitz wieder ohne Team da. Dabei war er schon bei PSK nur mit Mühe und Not untergekommen. Nach seinem positiven Testosterontest im Jahr 2007 hatte Sinkewitz umfangreich über Doping im Team T-Mobile ausgepackt. Sein Name war damit in der Branche verbrannt.

Peloton verschwor sich gegen Sinkewitz

Was das Peloton von seinem Geständnis hält, bekam Sinkewitz im vergangenen Jahr bei der Sachsen-Tour zu spüren, als er eine Etappe als Solist gewann. Das Feld sprintete nicht um Platz zwei, sondern fuhr gemächlich über die Ziellinie. Andre Greipel vom Team Columbia klatschte höhnisch Beifall, Milrams Björn Schröder reckte die Faust in die Höhe. Zu anschließenden Kommentaren fehlte beiden Fahrern dann der Mut.

Armstrong düpierte einst Simeoni

Armstrong hatte bei der Tour de France 2004 am Italiener Filippo Simeoni demonstriert, was Fahrern passiert, die die Mauer das Schweigens durchbrechen. Simeoni hatte vor Gericht gegen Armstrongs Arzt Michele Ferrari ausgesagt. Als er bei der Tour ausriss, holte ihn Armstrong persönlich wieder ein, obwohl er sportlich keine Gefahr darstellte.

Sportchef Citracca hat vollstes Vertrauen in Sinkewitz

Vor solchen Aktionen ist Sinkewitz nicht bange. Zu lange hat er auf seine Chance gewartet, um sich jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen. Sein neuer Sportchef Angelo Citracca erwartet viel von dem Klassiker-Spezialisten. "Patrik hat einen Fehler gemacht und dafür bezahlt. Radsport ist sein Leben und seine Leidenschaft, deshalb haben wir großes Vertrauen in ihn", sagt der Italiener.

25.000 Kilometern in den Beinen

Sinkewitz ist zuversichtlich, in Luxemburg mit Fahrern wie Andreas Klöden oder Fränk Schleck mithalten zu können. Schließlich hat er 25.000 Trainingskilometer in den Beinen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Die Sachsen-Tour gewann er schließlich, bei der Portugal-Rundfahrt holte er einen Etappensieg.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal