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Armstrong-Team zu schlecht für die Vuelta

15.06.2010, 11:13 Uhr | dpa, dpa

Radsport: Armstrong-Team zu schlecht für die Vuelta. Lance Armstrong und sein Team Radioshack dürfen nicht bei der Vuelta starten. (Foto: imago)

Lance Armstrong und sein Team Radioshack dürfen nicht bei der Vuelta starten. (Foto: imago)

Das neu gegründete RadioShack-Team unter der Regie von Lance Armstrong und Johan Bruyneel wird nicht bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt starten. Unipublic, Veranstalter der Vuelta (28. August bis 19. September), vergab keine Einladung an die Amerikaner. Armstrong selbst wollte zwar nicht an den Start gehen, doch "mit Andreas Klöden, Levi Leipheimer, Haimar Zubeldia und Janez Brajkovic wäre unser Team sehr stark gewesen", sagte der sportliche Leiter von RadioShack, Alain Gallopin.

Bruyneel fehlen die Worte

Auch Bruyneel reagierte mit Unverständnis auf die Nicht-Berücksichtigung. "Es ist hart für mich, unserem Sponsor, der mit so viel Enthusiasmus gestartet ist, zu erklären, dass 21 Mannschaften besser sein sollen als wir - zumal es nicht stimmt", sagte der Teamchef am Rande der Tour de Suisse, bei der sein Rad-Rennstall in starker Besetzung mit Armstrong, Klöden und Leipheimer fährt.

"Ich bin nicht nur überrascht, ich bin sprachlos“, wird Bruyneel in einer Pressmitteilung zitiert. "Ich dachte zuerst, es wäre ein Versehen, so dass ich Organisator Javier Guillén anrief, um mir das erklären zu lassen. Er teilte mir mit, dass andere Teams in sportlicher Hinsicht bessere Optionen hätten. Ich musste nochmal nachfragen, weil ich das nicht glauben konnte, aber ich hatte richtig gehört: Unser Team war nicht gut genug."

Tour-Organisator entscheidet mit

In Spanien dabei sein werden jene 16 Teams, denen im Zuge des Kompromisses zwischen Unipublic und dem Weltverband UCI bereits 2008 ein Startrecht für die kommenden beiden Jahren zugesichert wurde. Dazu kommen sechs vom Organisator eingeladene Teams.

Pikanterweise ist der Tour-de-France-Organisator ASO, der Armstrong in Frankreich im Vorjahr wieder zurück auf die große Bühne des Radsports verhalf, mit 49 Prozent Mitbesitzer der Spanien-Rundfahrt. Die Vuelta-Veranstalter Unipublic/ASO hatten die Ausladung damit begründet, dass das US-Team, das vom 28. August bis 21. September in Spanien ohne Armstrong fahren wollte, zu unattraktiv und schwach sei. Vielleicht muss Bruyneel aber auch den Preis für die laufenden Doping- und Steuer-Ermittlungen in den USA gegen ihn, Armstrong und Leipheimer zahlen. Bei der am 3. Juli in Rotterdam startenden Tour de France ist RadioShack mit Armstrong hoch willkommen.

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