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Radsport: Neue Doping-Enthüllungen belasten Lance Armstrong

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Radsport - Doping  

Armstrongs Kollegen ziehen die Doping-Schlinge zu

06.08.2010, 09:14 Uhr | dpa, t-online.de, dpa, t-online.de

Radsport: Neue Doping-Enthüllungen belasten Lance Armstrong. Und ewig grüßt der Doping-Verdacht: Tour-de-France-Rekordsieger Lance Armstrong. (Foto: imago)

Und ewig grüßt der Doping-Verdacht: Tour-de-France-Rekordsieger Lance Armstrong. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Nach Floyd Landis hat ein weiterer ehemaliger Teamkollege von Lance Armstrong schwere Dopingvorwürfe gegen den siebenmaligen Tour-de-France-Gewinner erhoben. Der Radprofi beichtete den staatlichen Untersuchungsbehörden der Zeitung "New York Times" zufolge, dass die Nutzung von leistungssteigernden Mitteln im bis 2004 bestehenden Armstrong-Team US Postal weit verbreitet gewesen sei. Der Name des Fahrers blieb jedoch ungenannt.

Er ist nach Auskunft der "Times" jedoch nur einer von mehreren früheren Mitstreitern Armstrongs, die nunmehr als Informanten auftreten und für die Bundesanwälte von Wert sind. Die Ermittlungen gegen Armstrong seien demnach seit dem Ende der Tour de France intensiviert worden.

Landis preschte im Mai vor

Der 38-Jährige habe von den Dopingpraktiken gewusst und diese unterstützt, hieß es. Mit seiner Aussage stärkte sein einstiger Teamkamerad, der nie selbst positiv getestet worden sie, die Anschuldigungen von Floyd Landis. Der US-Amerikaner hatte bereits im Mai nach seinem eigenen Doping-Geständnis seinem Landsmann Armstrong systematisches Doping während seiner Zeit bei US Postal vorgeworfen. Diese Aussagen lösten die Nachforschungen von Sonderermittler Jeff Novitzky aus. Sie führen auch über den Namen Levi Leipheimer, der von 2000 bis 2001 für US Postal fuhr. Leipheimers Manipulation widmete sich seine einstiger Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer in seinem Buch "Garantiert positiv".

Wegen Betrugs und Verschwörung vor Gericht

Der nicht namentlich genannte Informant aus der US-Postal-Truppe habe laut "Times" den verbreiteten Betrug in der Mannschaft beschrieben und Armstrong der Förderung der Doping-Praxis bezichtigt. Armstrong soll wegen Betrugs und Verschwörung vor eine Grand Jury gestellt werden, wozu Novitzky die Aussagen der Zeugen aus dem unmittelbaren Umfeld unbedingt benötigt.

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Lügen funktionieren nur vor Sportgerichten

Der Fahnder der Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln hatte bereits den Skandal um das kalifornische Balco-Dopinglabor an die Öffentlichkeit gebracht und Ex-Sprintstar Marion Jones des Meineides überführt. Armstrong, der von 1998 bis 2004 für US Postal fuhr, hat stets alle Dopingvorwürfe zurückgewiesen. Zuletzt hatten ihn jedoch mehrere Wegbegleiter schwer belastet. Im Unterschied zu einem Sportgericht ahndet ein Bundesgericht in den USA, vor dem Novitzky und Ermittlerkollegen Armstrong gerne sähen, Lügen.

Schlammschlacht droht

Allerdings ist auch Novitzkys Gegenseite nicht untätig. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete, Armstrongs Anwälte nähmen bereits Novitzkys Arbeitsweise unter die Lupe und arbeiteten daran, dessen Integrität zu beschädigen. Armstrongs Pläne, im US-Bundesstaat Colorado im August 2011 eine Rundfahrt unter dem Namen "Quiznos Pro Challenge" ins Leben zu rufen und daran auch selbst teilzunehmen, beweisen, dass sich der "Tour-Titan" nach wie vor nichts vorzuwerfen hat und überdies für unverwundbar hält. Zur Doping-Affäre jedenfalls äußerte sich der Star nur insofern, als er dazu "nichts zu sagen" habe.

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