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Stefan Schumacher deutet Doping an

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Hat Schumacher "Mist gebaut" oder nicht?

26.08.2010, 11:04 Uhr | t-online.de, t-online.de, dpa

Stefan Schumacher deutet Doping an. Zurück im Profiradsport: Stefan Schumacher (Foto: imago)

Zurück im Profiradsport: Stefan Schumacher (Foto: imago)

Kurz vor Ablauf seiner Dopingsperre sorgen Aussagen von Stefan Schumacher für Verwirrung . In einem "kicker"-Interview wurde der 29-Jährige auf die Frage, ob er als ehemaliger Dopingsünder jetzt anders gesehen werde, mit den Worten zitiert: "Womöglich, doch ich weiß ja, dass ich Mist gebaut habe. Die letzten zwei Jahre waren die härtesten meines Lebens."

Schumacher distanzierte sich allerdings von dieser Aussage, die durchaus Raum für Spekulationen gelassen hatte. "Den zitierten Satz habe ich so nicht gesagt. Zudem ist das ganze Statement aus dem Zusammenhang gerissen. Im übrigen bleibt es dabei: Ich werde zu diesem Thema keine Stellungnahmen mehr abgeben", sagte der Schwabe.

Schumacher war bei den Nachkontrollen der Tour de France 2008, bei der er zwei Etappen gewann und auch das Gelbe Trikot trug, positiv auf die EPO-Variante Cera getestet und anschließend zwei Jahre gesperrt worden. Seine Proben der Olympischen Spiele von Peking wiesen ebenfalls Cera-Spuren auf.

"Ein anders Leben hätte ich gar nicht hingekriegt"

Er sei kurz davor gewesen, dem Radsport den Rücken zu kehren, so Schumacher weiter, und habe schon mit dem Gedanken gespielt, Psychologie zu studieren. Letztlich habe er sich aber doch für eine Fortsetzung seiner Karriere entschieden. "Immerhin hatte ich 16 Jahre für den Radsport gelebt. Ein anderes Leben hätte ich gar nicht hingekriegt." Der Klassikerspezialist und ehemalige Profi des untergegangenen Gerolsteiner-Rennstalls hat beim italienischen Team Miche einen Vertrag bis Saisonende mit Option für 2011 unterschrieben.

Hartes Training seit zwei Monaten

Nun fiebert der Nürtinger seinem Comeback am Samstag beim italienischen Klassiker Giro de Veneto entgegen. "Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke", sagte er. "Es erscheint mir fast unwirklich, dass dieser Alptraum jetzt endet."

Etwa zehn Rennen will Schumacher in dieser Saison noch fahren. Dafür hat er seit zwei Monaten – zuletzt in den Bergen rund um Sölden - täglich hart trainiert. "Jetzt will ich den Motor freilassen. Aber ich weiß natürlich, dass ich nichts erzwingen kann."

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