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Andy Schleck Favorit bei der Vuelta

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3430 Kilometer bis nach Madrid

27.08.2010, 14:36 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Andy Schleck Favorit bei der Vuelta . Andy Schleck führte lange bei der Tour. Gewinnt er diesmal in Spanien? (Foto: imago)

Andy Schleck führte lange bei der Tour. Gewinnt er diesmal in Spanien? (Foto: imago)

Tour de France-Sieger Alberto Contador ist bereits im Urlaub, das eröffnet anderen die Chance bei der 75. Vuelta. Gleich mehrere Fahrer machen sich berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg bei der letzten großen Rundfahrt des Jahres, die am Samstag beginnt. Allen voran Andy Schleck und Denis Mentschow. "Ich trete an, um zu gewinnen. Ich bin in Spanien immer gut gefahren", sagte Rabobank-Profi Mentschow. In den Brüdern Andy und Frank Schleck sieht der Tour-Dritte aus Russland, der die Rundfahrt bereits 2005 und 2007 gewonnen hat, seine größten Konkurrenten.

Andy Schleck, der in Frankreichs Bergen als Einziger mit Contador mithielt, sollte vom Papier her als Top-Favorit gelten. Möglich ist aber auch, dass sich der 25-Jährige für seinen älteren Bruder Frank aufopfert, der die Tour mit einem dreifachen Schlüsselbeinbruch aufgeben musste. Hinter dem Trio lauert Altmeister Carlos Sastre. Der Tour-Sieger von 2008 hat bei seinem letzten Auftritt im Cervelo-Trikot wohl auch die letzte Chance auf einen großen Sieg. "Ohne Contador ist alles möglich. Mentschow und die Schlecks sind die Favoriten, aber ich werde alles geben", sagte der 35-Jährige. Außerdem hat der Italiener Vincenzo Nibali gute Chancen auf das neuerdings Rote Trikot des Führenden.

Feinschliff für die WM

In Danilo Hondo wagt nur ein prominenter deutscher Fahrer das Abenteuer Vuelta. Wie schon beim Giro und der Tour soll der 36-Jährige die Sprints für Alessandro Petacchi anfahren. Der Italiener geht trotz der Doping-Ermittlungen gegen ihn an den Start. Bis auf Andre Greipel sind alle Top-Sprinter im Feld vertreten. Der Brite Mark Cavendish holt sich den Feinschliff für die WM Ende September, seine größten Konkurrenten sind Tyler Farrar aus den USA, der Norweger Thor Hushovd und der dreimalige Weltmeister Oscar Freire aus Spanien.

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Neben Hondo wird Milram-Profi Robert Förster in den Sprints das deutsche Team vertreten. Für Förster geht es ebenso wie für Markus Fothen und die weiteren Milram-Starter noch um einen Arbeitsplatz für 2011. Ein Etappensieg bei der Vuelta wäre da sicher nicht die schlechteste Empfehlung.

3430 Kilometer bis Madrid

Die Rundfahrt beginnt mit einem Mannschaftszeitfahren in Sevilla und endet nach knapp 3430 Kilometern am 19. September in Madrid. Abgesehen von Mentschow gibt sich keiner der früheren Vuelta-Sieger die Ehre. Contador hat seine Saison bereits beendet, Alexander Winokurow lässt die Rundfahrt aus, und Vorjahressieger Alejandro Valverde ist aufgrund einer Dopingsperre verhindert. Die Streckenführung von Andalusien in die Hauptstadt bevorzugt die Kletterer des Pelotons. In der zweiten Woche stehen gleich vier Bergankünfte auf dem Programm, die Königsetappe ins 2247 Meter hoch gelegene Bola del Mundo soll dann am vorletzten Tag die Entscheidung bringen. Lediglich ein langes Zeitfahren über 46 Kilometer erwartet die Fahrer.

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