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WM-Bronze für Tony Martin bei Straßenrad-WM

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Radsport  

Reifenpanne: Martin verpasst Zeitfahr-Gold

30.09.2010, 10:31 Uhr | dpa, dpa

WM-Bronze für Tony Martin bei Straßenrad-WM. WM-Bronze im Zeitfahren: Tony Martin (Foto: Reuters)

WM-Bronze im Zeitfahren: Tony Martin (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Tony Martin rettete im WM-Zeitfahren noch Bronze, Fabian Cancellara fuhr mit seinem vierten Titelgewinn in die Radsport-Geschichtsbücher. Der 25-jährige Martin vom HTC Columbia-Team zeigte in Geelong bei Melbourne trotzdem eine starke Leistung, weil er nach einem Reifenschaden doch noch aufs Treppchen kam. In Mendrisio 2009 hatte der Eschborner ebenfalls Bronze geholt.

Gold sicherte sich erneut der alles überragende Schweizer Olympiasieger Cancellara, der nach 45,6 Kilometern in 58:09 Minuten einen Vorsprung von 1:02 Minuten vor dem Briten David Millar hatte. Martin lag in 59:21 Minuten weniger als zehn Sekunden hinter dem Schotten zurück. Martins Teamkollege Bert Grabsch, der Weltmeister von 2008, wurde Elfter (1:01:15 Stunden).

Schon nach 18 Kilometern ging die Luft aus

"Es ist sehr schwer, sich zu motivieren, wenn so etwas passiert", sagte Pechvogel Martin, dessen Reifen nach 18 Kilometern schlagartig die Luft ausging. "Jetzt ist alles aus", habe er zuerst gedacht. Eigentlich wollte er den Seriensieger Cancellara diesmal packen und dem Schweizer die Chance vermasseln, als erster Fahrer überhaupt vier Titel zu gewinnen. Dann habe er sich aber wieder aufgerafft und sich selbst gesagt: "Ich habe immer noch eine Chance, aufs Podium zu kommen."

Die meiste Zeit seiner rasenden Fahrt habe er keine Ahnung gehabt, auf welcher Position er sich befand, weil bei der WM in Australien Funkkontakt mit den Teamchefs verboten ist. Martin: "Ich wusste nicht, ob ich um den zweiten oder zehnten Platz fahre."

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Rekord besonderer Ansporn für Cancellara

Dass er nicht um Gold fuhr, war Martin offenbar klar. Seine erzwungene Fahrtunterbrechung kostete ihn eine bessere Platzierung. Ein Sieg über den hochmotivierten Cancellara schien ohnehin nur möglich, wenn alles optimal zusammenpasst. Der mögliche Rekord war besonderer Ansporn für Cancellara. Die vierte Goldmedaille sei seine am "härtesten erkämpfte" gewesen, berichtete der Berner sichtlich zufrieden. "Das war ein sehr, sehr schwerer Kurs, und wer glaubt, dass ich auch mit einem Bein gewinnen kann, liegt ohnehin falsch, es ist niemals leicht."

"Sehr, sehr nervös" sei er gewesen, räumte Cancellara ein, vor allem, weil er nach seiner Vorbereitung im Ungewissen blieb, wo er aktuell steht. "Am Ende war das Rennen aber 100 Prozent perfekt. Ich hatte vor, in der ersten Runde etwas langsamer zu fahren, weil ich wusste, wie schwer es werden würde, um dann kräftig zuzulegen."

Martin: "Werde es im nächsten Jahr wieder versuchen"

David Millar hatte genau die umgekehrte Taktik: "Ich wollte sofort angreifen und in der zweiten Runde ums schiere Leben kämpfen. Genau das habe ich gemacht, und es hat ganz schön wehgetan." Tony Martin blieb nach seiner Enttäuschung nur die Hoffnung auf die Zukunft: "Ich werde es im nächsten Jahr wieder versuchen."

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