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Rad-WM: John Degenkolb holt Silber

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Degenkolb beschert Deutschland die vierte Medaille

01.10.2010, 10:43 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Rad-WM: John Degenkolb holt Silber. John Degenkolb präsentiert stolz seine Silbermedaille. (Foto: Reuters)

John Degenkolb präsentiert stolz seine Silbermedaille. (Foto: Reuters)

John Degenkolb hat im U-23-Rennen bei den Straßen-Radweltmeisterschaften in Geelong/Australien die Silbermedaille geholt. Der 21-Jährige musste sich auf dem schweren Kurs nach 159 Kilometern im Massensprint nur dem Australier Michael Matthews beugen. Bronze holte der US-Amerikaner Taylor Phinney, der zum Auftakt das U23-Zeitfahren gewonnen hatte.

Degenkolb trat auf der ansteigenden Zielgeraden früh an, doch Matthews hatte sich die Kräfte besser eingeteilt und zog noch am Deutschen Meister vorbei. Der Vizeweltmeister fährt in der nächsten Saison bei HTC Columbia unter den Fittichen von Rolf Aldag.

"Vielleicht habe ich am Berg zuviel gemacht"

"Ich bin zufrieden mit Silber. Ich hoffe, dass dies ein guter Start für meine Profikarriere ist", sagte Degenkolb, der bereits seine zweite WM-Medaille einfuhr. 2008 hatte der amtierende deutsche Meister den dritten Platz in Varese geholt. Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sind die Straßen von Geelong offenbar ein hervorragendes Pflaster. Zuvor hatten in den Einzelzeitfahr-Wettbewerben Judith Arndt Silber sowie Tony Martin und Marcel Kittel jeweils Bronze gewonnen.

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Degenkolb hatte das ganze Rennen über mitbestimmt und sich ständig an der Spitze präsentiert. Bereits im Vorfeld war der Youngster hoch gehandelt worden, nachdem er jüngst bei der gutbesetzten Tour de l'Avenir zwei Etappen gewonnen hatte. "Vielleicht habe ich am Berg zuviel gemacht, sodass ich im Sprint vielleicht nicht die besten Beine hatte", sagte Degenkolb.

Lob vom Bundestrainer

"Das war eine starke Mannschaftsleistung. Alle sind sehr stark gefahren. Der Sprint von John war phänomenal, auch wenn er ein wenig zu früh angezogen hat. Er hatte aber keine andere Möglichkeit, weil er sonst eingeklemmt worden wäre', sagte Bundestrainer Patrick Moster. Womöglich wäre sonst gar der erste WM-Titel seit 2006 dringewesen, als der heutige Milram-Sprinter Gerald Ciolek gewann.

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