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Doping: Contador offenbar vor Freispruch

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Medien: Contador vor Freispruch

14.02.2011, 15:44 Uhr | dpa, dpa

Doping: Contador offenbar vor Freispruch. Alberto Contador wird offenbar nicht gesperrt. (Foto: imago)

Alberto Contador wird offenbar nicht gesperrt. (Foto: imago)

Spektakuläre Wendung im Doping-Fall Alberto Contador: Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi kann nach Medienberichten in seiner Heimat Spanien mit einem Freispruch rechnen.

Wie die Zeitung "El País" berichtete, hat der spanische Radsportverband (RFEC) dem Einspruch des Madrilenen gegen eine drohende Einjahressperre stattgegeben. Am Dienstag werde der Verband den Freispruch Contadors offiziell ankündigen.

Contador: Ursache sind verunreinigte Steaks

Verbandschef Juan Carlos Castaño wollte sich dazu nicht äußern. Er bestätigte nur, dass an diesem Dienstag das Urteil fallen wird. Contador war am zweiten Ruhetag der vergangenen Tour in Pau positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden. Das Anti-Doping-Labor in Köln hatte den Beweis erbracht. Der Fahrer führte den Befund jedoch auf den Genuss eines verunreinigten Steaks zurück und bestritt die Einnahme von Doping: "Ich bin das Musterbeispiel eines sauberen Sportlers." In seinem Einspruch machte Contador geltend, dass er das verbotene Mittel nicht absichtlich genommen habe. Auch könne ihm keine Nachlässigkeit zur Last gelegt werden.

Keine leistungssteigernde Wirkung

In einer vorläufigen Entscheidung hatte der RFEC sich vor knapp drei Wochen dafür ausgesprochen, den Madrilenen für ein Jahr zu sperren und ihm den Gewinn der Tour 2010 abzuerkennen. Allerdings betonte der Verband, Contador könne keine Absicht nachgewiesen werden. Die entdeckte Menge Clenbuterol sei auch so gering gewesen, dass sie keine leistungssteigernde Wirkung gehabt habe. Der RFEC plädierte deshalb für eine einjährige und nicht wie üblich für eine zweijährige Sperre.

Politiker mischen sich ein

Contador, der in Spanien als Sportheld gefeiert wird, bekam Unterstützung von allen Seiten. Selbst Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero setzte sich für ihn ein. "Es gibt keinen juristischen Grund, Contador zu bestrafen", schrieb der sozialistische Regierungschef, der damit auch den Radsportverband unter Druck setzte. Auch Oppositionsführer Mariano Rajoy meinte: "Ich sehe für eine Einjahressperre keine Grundlage."

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