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Riccardo Ricco: "Der Radsport kotzt mich an"

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Ricco: "Der Radsport kotzt mich an"

13.03.2011, 12:35 Uhr | dpa, dpa

Riccardo Ricco: "Der Radsport kotzt mich an". Riccardo Ricco will vom Profi-Radsport nichts mehr wissen. (Foto: imago)

Riccardo Ricco will vom Profi-Radsport nichts mehr wissen. (Foto: imago)

Riccardo Ricco, dem eine lebenslange Doping-Sperre droht, hat seinen endgültigen Abschied vom Profi-Radsport erklärt. "Der Radsport und alle Personen, die damit zu tun haben, kotzen mich an. Er macht mich krank. Ich kehre nicht mehr zurück", sagte der 27-Jährige in einem Interview der "Gazzetta dello Sport". Er fährt jetzt nur noch zum Spaß Rad - mit Freunden, ein paar Kilogramm Körpergewicht mehr und in einem Gelben Trikot, wie in der Zeitung abgebildet.

Ricco war am 6. Februar nach einem Zusammenbruch in kritischem Zustand in ein Krankenhaus in Modena eingeliefert worden. Dort soll er den Ärzten eine Eigen-Transfusion mit offenbar fehlerhaft gelagertem Blut gestanden haben. Dies bestritt der Radprofi: "Das ist erfunden. Ich habe dem Arzt überhaupt nichts gesagt", betonte Ricco. Er räumte jedoch zugleich ein, dass er in seinem Zustand fantasiert oder Unsinn geredet haben könnte. "Die Analysen werden beweisen, wer Recht hat", sagte Ricco, der in einem sehr kritischen gesundheitlichen Zustand war und unter Herz- und Nierenproblemen litt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Sein niederländischer Profi-Radrennstall Vacansoleil-DCM-Team hatte den Italiener aus Formigine nach dem Vorfall entlassen. Ricco, einst als große Hoffnung des italienischen Radsports gefeiert, stand seit September 2010 bei Vacansoleil unter Vertrag. Er hatte erst im März 2010 nach einer 20-monatigen Dopingsperre sein Comeback gegeben. Die italienische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Sportbetrugs und Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz gegen den Kletterspezialisten aufgenommen.

Ricco will jetzt eine Bar eröffnen

Auch das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) ermittelt gegen Ricco, der bei der Tour de France 2008 zunächst vor der Polizei flüchtete, die ihn wegen Dopings hatte festsetzen wollen. Danach wurde er überführt und gesperrt. Sollte sich jetzt der Verdacht des erneuten Dopings bestätigen, droht ihm eine Sperre auf Lebenszeit. Ricco ("In den Medien war ich immer schuld") will jetzt eine Bar eröffnen.

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