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Italiens Radsport-Verband plant härtere Strafen für Dopingsünder

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Doppelte Strafe gegen Dopingsünder

15.04.2011, 08:52 Uhr | sid

Italiens Radsport-Verband plant härtere Strafen für Dopingsünder. Härtere Sanktionen: In Italien sollen Wiederholungstäter keine Chance mehr bekommen. (Foto: imago)

Härtere Sanktionen: In Italien sollen Wiederholungstäter keine Chance mehr bekommen. (Foto: imago)

Die Reaktion auf die jüngsten Skandale könnte heftig ausfallen. Jedenfalls plant der italienische Radsport-Verband härter gegen Dopingsünder durchgreifen. Auf einer Versammlung in Mailand einigten sich Vertreter des Verbandes und der Teams auf die Verdoppelung der Disziplinarmaßnahmen gegen Dopingsünder. Statt einer zweijährigen Sperre droht überführten Fahrern künftig ein vierjähriger Bann, heißt es in einem Memorandum, das in Mailand vorgestellt wurde.

Wiederholungstäter sollen endgültig vom Radsport ausgeschlossen werden. Fahrer könnten nur noch dann in die Nationalmannschaft einberufen werden, wenn die Werte in ihrem biologischen Pass glaubwürdig seien, heißt es in dem Dokument.

"Italienischer Radsport nicht mehr glaubwürdig"

Der Radsportverband reagierte damit auf einen Appell des Präsidenten des italienischen Olympia-Komitees CONI. Gianni Petrucci hatte sich angesichts der neuen Anti-Doping-Ermittlungen erschüttert gezeigt: "Der italienische Radsport ist nicht mehr glaubwürdig. Er muss konkrete Initiativen ergreifen und endlich Schluss mit Dopingpraktiken machen."

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CONI-Chefankläger Ettore Torri will in den nächsten Tagen die Radprofis Damiano Cunego und Alessandro Ballan vorladen. Auch Lampre-Teamchef Giuseppe Saronni soll vor dem CONI in Zusammenhang mit einem ausgedehnten Dopingskandal befragt werden, der derzeit die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Mantua beschäftigt. Torri überprüft derzeit die Vorwürfe der lombardischen Staatsanwälte gegen die beiden italienischen Radprofis und Saronni. Sollte es unstrittige Beweise geben, will der CONI-Chefankläger das Anti-Doping-Gericht aufrufen, um eine vorläufige Suspendierung der Fahrer zu erreichen. In diesem Fall würden dem Lampre-Team die Tore zum nächsten Giro d'Italia versperrt bleiben.

Giro-Favorit Scarponi beim Bergtraining kontrolliert

Unterdessen berichtete die "Gazzetta dello Sport", dass die italienische Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer Doping-Ermittlungen mehrere Radprofis kontrolliert und dabei Medikamente und Unterlagen beschlagnahmt hat. So hätten Polizisten die beiden Profis Michele Scarponi und Leonardo Bertagnolli überraschend beim Bergtraining am Ätna auf Sizilien abgefangen.

Scarponi war wegen seiner Verwicklung in den spanischen Doping-Skandal um den Mediziner Eufemiano Fuentes für 18 Monate gesperrt worden. Nach seinem Comeback wurde er 2010 beim Giro d' Italia Vierter. In diesem Jahr gehört er zu den Favoriten. Nach Angaben seines Lampre-Rennstalls nahmen die Beamten im Teamhotel ein entzündungshemmendes Medikament, Energieriegel und Milchpulver mit.

Ermittler auch beim Team Katusha

Am selben Tag erschienen Fahnder beim russischen Radrennstall Katusha, der seinen Sitz in Lonato in der Nähe des Gardasees hat. Dort ließen sich die Polizisten Dokumente und die biologischen Pässe der Fahrer Aleksander Kolobnev, Vladimir Karpets, Mikhail Ignatiev, Vladimir Gusev und Evgeni Petrov aushändigen. Beide Aktionen hatte die Staatsanwaltschaft Padua angeordnet.

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