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Lüttich - Bastogne - Lüttich: Philippe Gilbert fährt nächsten Sieg ein

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Drei Siege in acht Tagen

24.04.2011, 16:17 Uhr | sid

Lüttich - Bastogne - Lüttich: Philippe Gilbert fährt nächsten Sieg ein. Der dritte Streich: Philippe Gilbert siegt in Lüttich. (Foto: imago)

Der dritte Streich: Philippe Gilbert siegt in Lüttich. (Foto: imago)

Als erst zweiter Profi der Radsport-Geschichte machte Lokalmatador Philippe Gilbert nach Erfolgen beim Amstel Gold Race und dem Flèche Wallonne durch seinen Erfolg auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich den Klassiker-Grand-Slam perfekt. Vor Gilbert war dieses Triple nur dem später als Dopingsünder überführten Spanier Davide Rebellin vor sieben Jahren gelungen. "Das ist der schönste Tag meines Sportlerlebens, ich sollte jeden Moment davon genießen. Es war ein perfektes Rennen", sagte der kaum 30 Kilometer vom Ziel entfernt in Verviers geborene Gilbert.

Er ließ nach schweren 255,5 Kilometern und 6:13:18 Stunden erneut der versammelten Klassiker-Elite keine Chance und setzte sich vor den Luxemburgern Andy und Fränk Schleck durch. Der zweitplatzierte Andy Schleck verpasste seinen zweiten Sieg nach 2009. Für die Radsportnation Belgien war der Erfolg des Omega-Pharma-Fahrers zudem ein ganz besonderes Ereignis: Seit dem 2009 im Senegal verstorbenen Frank Vandenbroucke 1999 hatte kein Belgier bei "La Doyenne" (der Ältesten) triumphiert. Insgesamt war es der 58. belgische Sieg seit 1892.

Tony Martin enttäuscht

Die deutschen Radsportler müssen indes weiter auf den zweiten Sieg nach Dietrich Thuraus Erfolg 1979 beim Traditionsrennen hoffen. Tony Martin, der nach seinem Sieg bei Paris-Nizza als Mitfavorit ins Rennen gegangen war, kam mit über sieben Minuten Rückstand auf Platz 52 ins Ziel. Bester Deutscher war Paul Martens vom Team Rabobank auf Rang 13 (43 Sekunden zurück).

Gilbert hatte die lange ansteigende Zielgerade in Ans im Norden Lüttichs in einer Dreiergruppe mit den Schleck-Brüdern erreicht, doch das Duo vom Team Leopard-Trek fand nicht die richtige Taktik, um mit vereinten Kräften Gilberts entscheidenden Antritt zu verhindern. Die Favoriten hatte sich zuvor lange bedeckt gehalten, 35 Kilometer vor dem Ziel rollte noch eine große Gruppe gemeinsam.

Erst beim vorletzten Anstieg fiel die Spitzengruppe auseinander. Am Schlussanstieg zur Cote de Saint-Nicolas konnten nur die beiden Schlecks dem Belgier noch folgen. Vorjahressieger Alexander Winokurow (Kasachstan/Astana) fuhr ein glückloses Rennen und landete nach einem Defekt in der Schlussphase auf Platz 32.


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