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Armstrong verzichtet auf Klage gegen Landis

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Armstrong verzichtet auf Klage gegen Landis

03.05.2011, 11:49 Uhr | dpa, t-online.de

Armstrong verzichtet auf Klage gegen Landis. Einst Weggefährten, jetzt Feinde: Floyd Landis (links) und Lance Armstrong. (Foto: imago)

Einst Weggefährten, jetzt Feinde: Floyd Landis (links) und Lance Armstrong. (Foto: imago)

Lance Armstrong geht nicht juristisch gegen die massiven Doping-Anschuldigungen seines ehemaligen Team-Kollegen Floyd Landis vor. Der in der Vergangenheit oft klagefreudige Rekordsieger der Tour de France ließ laut "Süddeutsche Zeitung" die 365-Tage-Frist für die Einreichung einer Klage verstreichen.

In US-Medien wurde Armstrong-Sprecher Mark Fabiani dazu zitiert: "Wir haben nicht die Absicht, noch mehr Zeit und Geld für Landis zu verschwenden. Er ist eine derart diskreditierte Person, dass es unmöglich wäre, ihn noch weiter zu diskreditieren."

Aussage zu gefährlich?

In den amerikanischen Medien wird nun spekuliert, warum das Armstrong auf eine Klage verzichtet hat. Dabei gibt es drei Theorien. Erstens, so heißt es, sei bei Landis finanziell nichts mehr zu holen. Zweitens wolle sich das Lager des Texaner ganz auf die eigene Verteidigung konzentrieren. In diesem Zusammenhang könnte ein dritter Punkt zum Klageverzicht geführt haben. Ein Punkt, der Armstrong selbst in massive Schwierigkeiten hätte bringen können.

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In einem Gerichtsverfahren gegen Landis wäre der 39 Jahre alte Texaner mit großer Wahrscheinlichkeit in den Zeugenstand gerufen worden. Dabei hätte Armstrong ins Kreuzverhör genommen werden können. Und, er hätte unter Eid aussagen müssen. Ein unberechenbares Risiko.

Zahlreiche Prozesse in Europa

Landis, dessen Toursieg 2006 wegen nachgewiesenen Dopings aberkannt worden war, hatte vor einem Jahr durch seine Aussagen die US-Ermittlungen gegen Armstrong in Gang gebracht. Der inzwischen nicht mehr aktive Landis hatte unter anderem über flächendeckendes Doping im damaligen Armstrong-Team US-Postal berichtet.

Der Tour-Rekordsieger aus Texas hatte Doping stets bestritten und war in zahlreichen Prozessen in Europa gegen Personen vorgegangen, die das Gegenteil behaupteten. In nächster Zeit wird er in den USA vor der Grand Jury erscheinen müssen.

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