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Radsport: Gesperrter Dopingsünder Ricco schmuggelt sich in Rennen ein

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Ricco schmuggelt sich in Rennen ein

21.06.2011, 14:52 Uhr | t-online.de

Radsport: Gesperrter Dopingsünder Ricco schmuggelt sich in Rennen ein. Frecher Auftritt: Riccardo Ricco hat trotz Verbot ein Rennen bestritten. (Foto: imago)

Frecher Auftritt: Riccardo Ricco hat trotz Verbot ein Rennen bestritten. (Foto: imago)

Riccardo Ricco kann es nicht lassen. Der gesperrte Radprofi aus Italien hat sich in ein Jedermann-Rennen eingeschmuggelt und befreundeten Fahrern zu einem besseren Ergebnis verholfen. Laut "cyclingnews.com" wartete Ricco hinter einer Hausecke, um nach rund zehn der insgesamt 163 Kilometer langen Rennen Gran Fondo Prologo-Giovanni Lombardi einzusteigen. Kaum im Peloton verhalf er seinen Kumpels, eine Gruppe von Ausreißern wieder einzuholen.

Doch damit nicht genug der Dreistigkeit des 27-Jährigen, der im März eigentlich seinen Rücktritt erklärt hat. Der Italiener beendete das Rennen, obwohl er von anderen Fahrern mehrfach zum Aufhören aufgefordert wurde. Schließlich hatte Ricco noch den Nerv, die Duschen im Zielort Voghera aufzusuchen. Zu diesem Zeitpunkt hatten ihn bereits die Organisatoren zum Verlassen der Veranstaltung aufgefordert.

Verbot: Keinerlei sportliche Wettkämpfe

Ricco selbst wollte seiner Aktion keine allzu große Aufmerksamkeit widmen: "Ich glaube nicht, dass es sich lohnt darüber zu reden." Der Italiener, der 2008 bei der Tour de France positiv auf das Dopingmittel CERA getestet wurde, darf laut einem Beschluss des italienischen Olympischen Komitees CONI keinerlei sportliche Wettkämpfe bestreiten.

Grund für die Entscheidung des CONI ist die Beweislage im Zusammenhang einer Untersuchung mit einem Nierenversagen beim 27-Jährigen Anfang Februar. Ricco befand sich zwei Tage auf der Intensivstation und erklärte den Vorfall damit, dass er sich eine Eigenbluttransfusion verabreicht hatte, die er bereits 25 Tage in seinem Kühlschrank gelagert hatte. Nun meinte der Italiener, dass die Organstörung auf eine erhöhte Temperatur nach einer Trainingsfahrt zurückzuführen sei.

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