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Tony Martin sucht neues Team: HTC wird aufgelöst

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Radsport - HTC  

Erfolgreiche Ära HTC endet am Jahresende

04.08.2011, 20:19 Uhr | dapd, dpa

Tony Martin sucht neues Team: HTC wird aufgelöst. Ein Bild für die Archive: Tony Martin beim Zeitfahren im hautengen HTC-Dress. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Ein Bild für die Archive: Tony Martin beim Zeitfahren im hautengen HTC-Dress. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Das Radsport-Team HTC der deutschen Profis Tony Martin und John Degenkolb wird zum Ende des Jahres aufgelöst. Der Mobiltelefonhersteller HTC wird den Sponsoring-Vertrag nach drei Jahren nicht verlängern. Team-Eigner Bob Stapleton teilte mit, dass die Suche der US-Amerikaner nach einem neuen Hauptsponsor eingestellt werde und alle Teammitglieder mit neuen Arbeitgebern verhandeln könnten. Martin hat noch einen Vertrag bis 2012.

Vor einer Woche schien die Zukunft der erfolgreichsten Equipe um den englischen Top-Sprinter Mark Cavendish der vergangenen Jahre gesichert zu sein. Doch ein erhoffter neuer Sponsor habe sein Angebot zurückgezogen. "Wir hatten eine Vereinbarung mit einem neuen Partner, die uns genug Mittel garantiert hätte, um auf dem Niveau der vergangenen Jahre weiterzuarbeiten. Dieser Deal platzte am Sonntag", sagte Stapleton. Der US-Milliardär erhielt drei Tage später die endgültige Absage für eine Vertragsverlängerung von HTC. Und einen weiteren Tag später zerschlugen sich auch die Hoffnungen auf eine Fusion mit einem anderen Team.

Ehemals T-Mobile

Stapletons Team war aus dem deutschen Skandal-Rennstall T-Mobile 2008 hervorgegangen. Seitdem fuhren die Männer- und die Frauenmannschaft fast 500 Siege ein, allein bei den drei großen Landesrundfahrten siegte HTC 54-mal. "Das Team hatte sportlich einmaligen Erfolg", sagte Stapleton. "Alle haben in den vergangenen Jahren eines der erfolgreichsten Teams der Radsport-Geschichte geschaffen." Superstar des Teams ist Cavendish. Der 26-Jährige hatte bekanntgegeben, dass er einen neuen Vertrag über drei Jahre unterschrieben habe. Er wird wahrscheinlich zum britischen Sky-Team wechseln.

Sky wartet schon

Dorthin könnte auch der Weg von Sportchef Rolf Aldag und Sprint-Berater Erik Zabel führen. Wie der Sportliche Leiter Brian Holm bereits während der Tour de France bestätigte hatte, gebe es ein Angebot für ihn, Aldag, Zabel und einige Fahrer, darunter Cavendish. Dem Vernehmen nach stammte dieses Angebot von Sky.

Grabsch wird wohl vom Rad steigen

Unklar ist noch, was die drei deutschen Profis Martin, Degenkolb und Bert Grabsch machen werden. Während es für Martin und Degenkolb wohl keine Probleme geben wird, ein neues Team zu finden, könnte Grabsch mit einem Karriereende liebäugeln. Der 36-Jährige hatte bereits erklärt, dass es in seinem Alter wohl schwierig sein dürfte, ein neues Team zu finden.

Die "Konkursmasse" verteilt sich

Patrick Gretsch, dessen Vertrag ohnehin auslief, hatte bereits seinen Wechsel zu Skil-Shimano bekanntgegeben. Die Zwillinge Martin und Peter Velits haben bei Quick Step unterschrieben, Mark Renshaw und San-Remo-Sieger Matthew Goss werden mit dem neuen australischen Team GreenEdge in Verbindung gebracht.

Ohne Geld keine herzeigbaren Erfolge

"Wir können nicht mit deutlich weniger Geld Topleistungen bringen", betonte Stapleton. "Wenn wir nicht in der Lage sind, vorne mitzufahren, können wir auch nichts bewegen und das war unserer wichtigstes Ziel. Weil wir das so nicht erreichen können, ist es das Beste, unsere Leute gehen zu lassen."

Frust und Unverständnis bleiben

Stapleton zeigte sich frustriert über das Vorgehen von HTC. "Nach Monaten von Versprechungen hatten sie noch immer keinen neuen Vertrag unterschrieben. Das ist für mich noch immer ein Mysterium", sagte der US-Unternehmer. Deshalb sei er auch kurz vor der Tour de France an die Öffentlichkeit gegangen, ein Schritt, der nicht allen Fahrern passte.

Absagen in der ganzen Welt eingehandelt

Obwohl HTC das erfolgreichste Team der jüngeren Vergangenheit war und nie einen Dopingfall zu beklagen hatte, war es für Stapleton schwierig, einen neuen Geldgeber zu finden. Er habe in Grenoble, Paris, Amsterdam, Chicago, Atlanta und New York mit potenziellen Geldgebern gesprochen. Namen der Interessenten nannte Stapleton nicht.

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