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Doping: Landis nennt Contador-Trainer "Drogen-Dealer"

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Landis nennt Contador-Trainer "Drogen-Dealer"

14.08.2011, 14:30 Uhr | dpa, sid

Doping: Landis nennt Contador-Trainer "Drogen-Dealer". Er kommt nicht zur Ruhe: Alberto Contador (Foto: imago)

Er kommt nicht zur Ruhe: Alberto Contador (Foto: imago)

Floyd Landis hat seine Anschuldigungen gegen den dreimaligen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador sowie dessen Trainer Pepe Marti ausgeweitet und untermauert. "Pepe war ein Drogen-Dealer bei US Postal, als ich bei dem Team war", sagte Landis der "ARD-Sportschau": 'Ich fuhr oft zu ihm, um Wachstumshormone, EPO und andere Doping-Mittel zu kaufen. Trainer war der nicht. Der ist nichts anderes als ein gefeierter Drogen-Dealer."

Bislang war bei den Vorwürfen gegen Pepe Marti lediglich von Wachsturmshormonen die Rede gewesen. Contador war bei der Tour 2010 positiv auf Clenbuterol getestet, vom spanischen Radverband RFEC im Anschluss jedoch von jeder Schuld freigesprochen worden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der Radsport-Weltverband UCI legten gegen die Entscheidung Einspruch ein. Die Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde bereits zweimal verschoben und soll nun im November stattfinden. Inzwischen wird sogar ein Freispruch für möglich gehalten.

Contador-Sprecher: "Nicht wahr"

Contadors Sprecher dementierte umgehend die Vorwürfe von Landis. "Alles, was Landis über Marti sagt, ist nicht wahr. Das Training von Alberto ist Team-Sache und wird von dort geleitet", sagte Jacinto Vidarte. Der spanische Radsport-Trainer Marti betreute Condador seit dessen Eintritt ins Profilager 2003, sei jetzt laut Vidarte aber "nicht mehr zuständig".

Landis: Keine persönliche Motivation

Einen erneuten Seitenhieb hatte Landis im ARD-Interview auch für den siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong parat, gegen den in den USA wegen Dopings ermittelt wird und mit dem Landis zusammen bei US Postal gefahren war. "Es stimmt nicht, was Armstrong immer behauptet, dass das Ganze nur eine persönliche Motivation von mir oder anderen ist", sagte Landis: "Die Ermittler stützen sich hundertprozentig auf Fakten und Beweise."

Armstrong klagt gegen Behörden

Armstrong hatte zuletzt Behörden beschuldigt, illegal Informationen zu Untersuchungen an US-Medien weitergeleitet zu haben, in denen es um die Dopingvorwürfe gegen den US-Amerikaner geht. Deswegen hat er auch ein Verfahren gegen die Behörden angestrengt.

Jura-Professor: Armstrongs Anklage stellt alles in den Schatten

Beobachter der Untersuchungen in den USA gehen inzwischen davon aus, dass es zu einer Anklage gegen Armstrong kommt. "Ich rechne jetzt damit. Sonst wäre man nie so weit voran geschritten", sagte Peter Keane, Jura-Professor an der Golden Gate Universität San Francisco, der ARD. "Armstrongs Anklage wird alle bisherigen Prozesse zum Doping weltweit in den Schatten stellen. Das wird der bedeutendste Prozess überhaupt werden", sagte Keane.

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