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    Radsport: Winokurow soll Sieg bei Lüttich-Bastogne gekauft haben

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    Winokurow soll Klassiker-Sieg gekauft haben

    07.12.2011, 11:59 Uhr | dapd

    Radsport: Winokurow soll Sieg bei Lüttich-Bastogne gekauft haben. Fahrgemeinschaft: Alexander Winokurow (vorne) soll seinen Kollegen Alexander Kolobnew (hinten) bestochen haben. (Quelle: imago)

    Fahrgemeinschaft: Alexander Winokurow (vorne) soll seinen Kollegen Alexander Kolobnew (hinten) bestochen haben. (Quelle: imago)

    Alexander Winokurow soll sich einen seiner größten Siege erkauft haben. Das Schweizer Magazin "L'Illustre" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der mittlerweile zurückgetretene Radprofi dem Russen Alexander Kolobnew 100.000 Euro gezahlt habe, damit dieser ihm beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich im vergangenen Jahr den ersten Platz überlässt. Das Magazin beruft sich auf einen E-Mail-Verkehr zwischen Winokurow und Kolobnew sowie eine Überweisung auf das Konto des Russen.

    Der Kasache bestreitet die Vorwürfe. "So etwas habe ich nie in meiner Karriere getan. Ich habe immer hart für meine Siege gekämpft", sagte der 38 Jahre alte Kasache und ergänzte: "Das ist nur eine weitere Geschichte, die meinen Namen beschmutzt. Ich verleihe oft Geld."

    E-Mail-Konto geknackt

    Der einstige Dopingsünder hatte zusammen mit seinem Freund Kolobnew das Rennen angeführt, ehe er sich mit einem Antritt auf dem letzten Kilometer absetzte. Winokurow drohen nun Konsequenzen seitens des Weltverbandes UCI. "Wenn es Beweise gibt, könnte das eine Strafe nach sich ziehen", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid.

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    Bereits vor einigen Tagen hatte Winokurow erklärt, dass sein E-Mail-Konto geknackt worden sei. Dabei schimpfte er auf die "Schmutz-Presse", die ihn daran hindere, in Ruhe seine Karriere zu beenden. Die Recherchen von "I'Illustre" erklären nun Winokurows erboste Mitteilung.

    Im Kreuzverhör der Medien

    Der Erfolg beim Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich war Winokurows erster großer Sieg nach dem Ende seiner Dopingsperre. Von französischen und belgischen Journalisten war der Astana-Profi auf der anschließenden Pressekonferenz regelrecht ins Kreuzverhör genommen worden. Winokurow hatte auf die vielen Fragen zum Thema Doping beleidigt und mit Unverständnis reagiert. Der unterlegene Kolobnew hatte nach dem Rennen gesagt, dass er "Winokurow nicht folgen" konnte.

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