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Riis bescheinigt Schleck mentale Schwäche

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Riis: Contador zu gut für Schleck

27.12.2011, 18:22 Uhr

Riis bescheinigt Schleck mentale Schwäche. Ein Bild aus gemeinsamen Zeiten: Andy Schleck (li.) und Bjarne Riis. (Quelle: imago)

Ein Bild aus gemeinsamen Zeiten: Andy Schleck (li.) und Bjarne Riis. (Quelle: imago)

Bjarne Riis tritt gegen seinen einstigen Musterschüler nach: Der Teamchef vom Radrennstall Saxo Bank hat dem dreifachen Tour-de-France-Zweiten Andy Schleck mentale Schwächen bescheinigt und einen zukünftigen Sieg des Luxemburgers bei der Großen Schleife in Frage gestellt. "Er wird sein großes Ziel, den Sieg bei der Tour, vielleicht niemals erreichen. Er ist nicht ernsthaft genug", sagte Riis der dänischen Tageszeitung "Ekstra Bladet".

Riis war von 2005 bis 2010 Teamchef von Schleck bei Saxo-Bank und dessen Vorgänger-Team CSC. Schleck fährt in der kommenden Saison mit seinem Bruder Frank beim neuen Team RadioShack-Nissan und peilt den Sieg bei der Tour 2012 an.

Contador eine Nummer zu groß

Schleck habe laut Riis zwar alles, was es brauche, um das größte Radrennen der Welt zu gewinnen. Er habe jedoch auch die Schwäche, in den entscheidenden Momenten nicht das Letzte aus sich heraus zu holen. "Vielleicht ist ihm bisher alles zu leicht gefallen", sagte Riis, der dem 26-jährigen Schleck aber einen Reifeprozess zutraut. Nach Meinung des Tour-Siegers von 1996 sind Schlecks vermeintliche mentale Defizite jedoch nicht dessen größtes Erfolgshindernis.

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"Sein Problem ist, dass er in der Zeit von Alberto Contador fahren muss. Und er denkt, dass er ihn nicht schlagen kann", sagte Riis, der seinen Kapitän bei Saxo-Bank und dreimaligen Tour-Sieger auf eine Ebene mit den Radsport-Legenden Eddy Merckx und Bernard Hinault stellt. 'Alberto ist in allen Bereichen perfekt. Er hat Talent, eine einzigartige Präsenz auf dem Fahrrad, arbeitet hart und fokussiert. Ich habe noch nie einen so talentierten Fahrer gesehen', sagte Riis.

Schleck muss auf den CAS hoffen

Ob Contador sein Können auch im kommenden Jahr unter Beweis stellen kann, bleibt indes abzuwarten. Der Madrilene erwartet derzeit die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS im Zusammenhang mit seiner positiven Dopingprobe während der Tour 2010. Ein Urteil hat der CAS für Mitte Januar 2012 angekündigt. Contador war im Juli 2010 positiv auf das verbotene Anabolikum Clenbuterol getestet worden. Weil der spanische Verband RFEC ihn aber von jeglicher Schuld freigesprochen hatte, brachten die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der Radsport-Weltverband UCI den Fall vor den CAS.

Bei einem Schuldspruch würde Contador nicht nur für zwei Jahre gesperrt, sondern bekäme auch seinen Tour-Sieg von 2010 aberkannt. Dann wäre Schleck der Topfavorit auf den Sieg bei der Tour.

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