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Rolf Aldag rechnet mit Weltverband und Hans-Michael Holczer ab

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Aldag rechnet mit Weltverband und Holczer ab

11.01.2012, 15:55 Uhr | dapd, sid

Rolf Aldag rechnet mit Weltverband und Hans-Michael Holczer ab. Rolf Aldag vermisst im Radsport tiefgreifende Veränderungen. (Quelle: imago)

Rolf Aldag vermisst im Radsport tiefgreifende Veränderungen. (Quelle: imago)

Nach seinem Rückzug aus dem Radsport hat Rolf Aldag noch einmal zu einem verbalen Rundumschlag ausgeholt. Der frühere Teamchef des aufgelösten Rennstalls HTC-Highroad ließ im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" weder am Weltverband UCI noch an den Strukturen oder am ehemaligen Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer ein gutes Haar.

"Es gibt im Radsport Dinge, die mir extrem missfallen", sagte der 43-Jährige. Man sei gefangen in einem Drüber-Hinweg-Bestimmen der UCI, ohne einen Ansatz von Demokratie. "Es bräuchte bei der UCI Veränderungen. Aber dazu ist keiner dort bereit", sagte der Westfale.

Kritik an neuem Super-Team

Das Problem sei, dass sich insgesamt nicht alles seriöser entwickle, dass Verfahren und der Kampf gegen Doping nicht konsequenter angegangen würden. "Es läuft alles viel zu langsam in eine bessere Richtung", sagte Aldag. So sei der Fall Contador "ein einziges Desaster" gewesen. "Alle Leute, die bei der UCI persönliche Interessen haben, sind in die Entscheidung involviert." Das sei nicht glaubwürdig.

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Auch das neue Super-Team RadioShack-Nissan-Trek mit dem dreimaligen Tourzweiten Andy Schleck und dem langjährigen Lance-Armstrong-Mentor Johan Bruyneel an der Spitze sieht Aldag kritisch. Laut Reglement dürfe ein Team nicht mit drei Sponsoren-Namen benannt werden. "Schon bei einer so einfachen Sache verstoßen sie gegen ihr Reglement", sagte der langjährige Profi des Team Telekom.

"Holczer an moralischen Ansprüchen gescheitert"

Ebenfalls mit viel Skepsis betrachtet er die Rückkehr von Holczer in den Profiradsport, dieser leitet zur neuen Saison als Generalmanager die Geschicke beim argwöhnisch betrachteten russischen Team Katjuscha. "Ich bin über sein Selbstvermarktungstalent sehr begeistert, weitaus mehr als über seine moralischen Ansprüche", sagte Aldag.

Holczer galt stets als scharfer Dopingkritiker, erlebte dann jedoch 2008 bei Gerolsteiner die Skandale um Stefan Schumacher, Bernhard Kohl und Davide Rebellin. "An den moralischen Ansprüchen ist er schon früher massiv in der täglichen Umsetzung gescheitert", sagte Aldag. Holczer habe immer davon geredet, er sei sauber und wolle sauber fahren lassen: "Und dann läufst du angeblich blind durch die Welt und hast drei riesige Dopingfälle in deinen Reihen? Das funktioniert natürlich nicht".

Engagement bei Quick Step kam nicht in Frage

Aldag betonte noch einmal, dass er mit Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, für den er noch als Berater tätig ist, zum belgischen Team Quick Step hätte wechseln können. Doch "ich habe kein Interesse, in einem Szenario zu arbeiten, das mir missfällt und das sich nicht ändert." Aldag ist inzwischen Europa-Geschäftsführer der World Triathlon Organisation (WTC), dem Veranstalter des legendären Ironman auf Hawaii.

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