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Alberto Contador: Rafael Nadal und Co. empört über Doping-Sperre

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Nadal und Co. empört über Contador-Sperre

07.02.2012, 11:21 Uhr | sid

Alberto Contador: Rafael Nadal und Co. empört über Doping-Sperre. Rafael Nadal ist sauer über die Dopingsperre seines Landsmanns Contador. (Quelle: imago)

Rafael Nadal ist sauer über die Dopingsperre seines Landsmanns Contador. (Quelle: imago)

Der wegen Dopings gesperrte Radprofi Alberto Contador erhält aus seiner Heimat Spanien weiter breite Unterstützung. An vorderster Front kritisiert Tennis-Superstar Rafael Nadal mit scharfen Worten das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS gegen den dreimaligen Sieger der Tour de France.

"Die Contador-Nachricht ist unglaublich. Es gibt keinen endgültigen Beweis, und sie geben ihm die Höchststrafe. Das ist zum Heulen. Nur Mut Champion! Du hast meine Unterstützung!", twitterte der Weltranglisten-Zweite. Der CAS hatte Contador wegen einer positiven Dopingprobe bei der Tour der France 2010 mit einer zweijährigen Sperre belegt. Der 29-Jährige verliert damit sowohl seinen Tour-Titel aus dem Jahr als auch den Sieg beim Giro d'Italia 2011.

Indurain spricht von "Schweinerei"

Nicht nur Nadal, auch andere spanische Sportgrößen - vor allem aus dem Radsport - stellen sich geschlossen hinter Contador. Der fünfmalige Tour-Sieger Miguel Indurain sprach von einer "Schweinerei", Carlos Sastre (Tour-Gewinner 2008) von einer "lächerlichen Entscheidung".  Drastische Worte fand auch Oscar Pereiro, der 2006 bei seinem Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt von der Suspendierung des Amerikaners Floyd Landis profitiert hatte. "Ihr solltet euch schämen, was ihr mit uns abzieht."

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Beim spanischen Radsport-Verband RFEC nahm man die Sperre Contadors ebenfalls enttäuscht auf. "Es ist eine sehr traurige und unangenehme Nachricht für den spanischen Radsport und den Sport in unserem Land im Allgemeinen. Wir hatten Hoffnung, dass das Urteil positiv ausfällt, obwohl es immer Zweifel gibt", sagte Verbands-Präsident Juan Carlos Castano. Der Verband kündigte an, das Urteil zeitnah prüfen zu wollen und sich dann mit Contador in Verbindung zu setzen.

Merckx wittert Verschwörung

Eine Verschwörung wittert gar Radsport-Ikone Eddy Merckx: "Das Urteil ist unerwartet und unglaublich. Wenn sie den Radsport zu einhundert Prozent sauber haben wollen, würden sie alle für positiv erklären. Es ist nicht gerecht, dass nur der Radsport so leidet, jemand möchte den Tod des Radsports“.

Evans nimmt andere Sportarten in die Pflicht

Wesentlich sachlicher äußerte sich der amtierende Tour-Champion Cadel Evans. Er sieht sich durch das Urteil bestätigt, dass der Radsport im Kampf gegen Doping eine Vorbildfunktion einnimmt. "Der Radsport hat mehr als genug getan, um zu zeigen, dass er die richtigen Dinge tut, wenn es um den Kampf gegen Doping geht. Jetzt ist es Zeit für andere Sportarten, um auf den Radsport zu schauen und abzugleichen, was wir tun, damit der Kampf gegen Doping irgendwann mal sportartübergreifend gewonnen werden kann", sagte Evans dem australischen Sender SBS.

Den Fall Contador kommentierte er nicht konkret: "Ich kenne die Hintergründe und die genaue Faktenlage nicht. Ich mache nur meinen Job, zu entscheiden haben andere Autoritäten."

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