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Flandern-Rundfahrt: Tom Boonen gewinnt zum dritten Mal - Fabian Cancellara stürzt schwer

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Boonen siegt vor heimischer Kulisse

02.04.2012, 13:29 Uhr | dapd

Flandern-Rundfahrt: Tom Boonen gewinnt zum dritten Mal -  Fabian Cancellara stürzt schwer. Tom Boonen lässt sich den obligatorischen Sieges-Champagner schmecken. (Quelle: dpa)

Tom Boonen lässt sich den obligatorischen Sieges-Champagner schmecken. (Quelle: dpa)

Für den großen Favoriten Fabian Cancellara endete der Traum vom zweiten Triumph bei der "Ronde" auf dem harten Asphalt, stattdessen holte sich Tom Boonen den Sieg bei der 96. Flandern-Rundfahrt. Der belgische Volksheld siegte nach 256 Kilometern von Brügge nach Oudenaarde im Schlussspurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor den beiden Italienern Filippo Pozzato und Alessandro Ballan. Für Boonen war es bereits der dritte Sieg in Flandern nach 2005 und 2006.

Überschattet wurde das Rennen allerdings vom schweren Sturz Cancellaras. Der Sieger von 2010 und große Favorit kam gut 65 Kilometer vor dem Ziel in der Verpflegungszone zu Fall und musste das Rennen aufgeben. Der viermalige Zeitfahrweltmeister erlitt einen dreifachen Schlüsselbeinbruch und wird nun in Basel operiert.

Langeveld kolidiert mit Zuschauer

Ein Start bei Paris-Roubaix ist damit hinfällig und wohl auch das gesamte Frühjahr ist gelaufen. Der Zeitfahr-Olympiasieger von Peking galt in diesem Jahr als großer Favorit auf den Sieg sowohl bei der Flandern-Rundfahrt als auch in Roubaix, der "Hölle des Nordens". Der Sturz Cancellaras war nicht der einzige Zwischenfall. Auch der Niederländer Sebastian Langeveld kam spektakulär zu Fall, nachdem er mit einem Zuschauer kollidiert war.

Italiener im Schlussspurt chancenlos

So war der Weg frei für Boonen. Wenige hundert Meter vor dem Ziel setzte der Belgier zum Sprint an und ließ sich von den beiden Italienern nicht mehr einfangen. Die Verfolger, angeführt vom Belgier Greg van Avermaat, erreichten erst 38 Sekunden später das Ziel.

Das Trio um Boonen hatte sich am Oude Kwaremont 17 Kilometer vor dem Ziel von den restlichen Favoriten abgesetzt und schnell einen Vorsprung von gut 50 Sekunden herausgefahren. Genug Vorsprung, um auf dem letzten Kilometer im Stile der Bahnsprinter zu pokern.




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