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Ardennen-Klassiker: Zwei Überraschungssieger, ein Favoriten-Erfolg

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Astana darf gleich zweimal jubeln

24.04.2012, 10:43 Uhr | dapd, dpa, sid, t-online.de

Ardennen-Klassiker: Zwei Überraschungssieger, ein Favoriten-Erfolg. Jubelnder Kasache: Maxim Iglinsky war in Lüttich nicht zu schlagen. (Quelle: imago)

Jubelnder Kasache: Maxim Iglinsky war in Lüttich nicht zu schlagen. (Quelle: imago)

Zwei Überraschungssieger von Astana, ein Favoritenerfolg. So lautet die Bilanz nach den drei großen Rad-Klassikern in den Ardennen. Während ein Triumph von Katusha-Profi Joaquin Rodriguez beim Fleche Wallonne zu erwarten war, hatte Enrico Gasparotto als Sieger beim Amstel Gold Race und den Coup von Maxim Iglinsky bei Lüttich-Bastogne-Lüttich wohl niemand auf der Rechnung.

Philippe Gilbert, der im vergangenen Jahr alle drei Rennen gewonnen hatte, musste sich diesmal mit einem dritten Rang begnügen. Deutsche Fahrer spielten jeweils keine Rolle.

Italiener gewinnt die WM-Generalprobe

Beim ersten großen Rennen in diesem Jahr in Valkenburg, wo auch die WM ausgetragen wird, setzte sich ein Italiener durch: Enrico Gasparotto gewann das 47. Amstel Gold Race. 100 Meter vor dem Ziel holte der Astana-Fahrer den sieben Kilometer zuvor ausgerissenen Oscar Freire aus Spanien noch ein. Der grandios kämpfende dreifache Weltmeister landete in der Endabrechnung mit drei Sekunden Rückstand auf Rang vier. Einen Top-Ten-Platz erkämpfte sich Fabian Wegmann: Der zweimalige deutsche Meister wurde Achter.

Spitzenmann: Enrico Gasparotto fuhr beim Amstel-Gold-Race zum Sieg. (Quelle: imago) Spitzenmann: Enrico Gasparotto fuhr beim Amstel-Gold-Race zum Sieg. (Quelle: imago) Platz zwei sicherte sich fast ebenso überraschend der Belgier Jelle Vanendert vor dem Mitfavoriten Peter Sagan aus der Slowakei. Ein Sturz von zwei Fahrern 500 Meter vor dem Ziel auf dem Cauberg hatte die Dramatik der Endphase des Rennens über 256,5 Kilometern noch verstärkt.

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Rodriguez an der "Mauer von Huy" am stärksten

Nach zwei zweiten Plätzen lief es für Joaquim Rodriguez bei der 76. Auflage des klassischen Eintagesrennens Fleche Wallonne noch besser. Der 32 Jahre alte Spanier setzte sich nach 194 km und 4:45:41 Stunden durch vor und holte sich seinen ersten Sieg bei dem Ardennen-Klassiker im östlichen Belgien. Platz zwei sicherte sich Michael Albasini (Schweiz/GreenEdge) mit vier Sekunden Rückstand vor dem zeitgleichen Vorjahresieger Philippe Gilbert (Belgien/BMC).

Die deutschen Fahrer um Fabian Wegmann konnten im Finale nicht vorne mitmischen. Als bester kam Paul Martens (Rostock/Rabobank) auf Rang 16, Wegmann landete auf dem 26. Platz.

Freude pur: Nach zwei zweiten Plätzen dufte Joaquin Rodriguez diesmal beim Fleche Wallonne jubeln. (Quelle: imago) Freude pur: Nach zwei zweiten Plätzen dufte Joaquin Rodriguez diesmal beim Fleche Wallonne jubeln. (Quelle: imago) Bei regnerischem Wetter und Temperaturen um fünf Grad fiel die Entscheidung erst am Zielanstieg auf der bis zu 26 Prozent steilen Mauer von Huy, die es zuvor bereits zweimal zu bewältigen galt. Ryder Hesjedal (Kanada/Garmin) und Lars Petter Nordhaug (Norwegen/Sky) waren mit zwölf Sekunden Vorsprung in die berüchtigte Kletterpartie gegangen, wurden aber schnell gestellt. Im Finale war Rodriguez der deutlich stärkste Fahrer und konnte schon 50 Meter vor der Ziellinie ausgiebig jubeln.

Iglinsky fliegt an Nibali dabei

Maxim Iglinsky sorgte bei der 98. Auflage des Frühjahrsklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich für den zweiten großen Sieg binnen einer Woche für das Astana-Team. Der Kasache, der seinen bisher größten Erfolg feierte, verwies nach 257,5 Kilometern und 6:42:30 Stunden bei wechselhaften Wetterbedingungen den Italiener Vincenzo Nibali (Team Liquigas) und seinen Teamkollegen Gasparotto (Italien) auf die Plätze.

Das Feld wurde an der Cote de la Roche aux Faucons, einem 1,5 Kilometer langen Anstieg mit 9,3 Prozent, auseinandergerissen. Dort war es Nibali, der sich absetzte und sich einen Vorsprung von um die 30 Sekunden erarbeitete. Doch beim letzten Anstieg, der Cote de Saint-Nicolas (1,2 Kilometer, 8,6 Prozent), verlor der Italiener offenbar die entscheidenden Reserven. Iglinsky griff an dieser Steigung an und flog dann 1.000 Meter vor dem Ziel an seinem entkräfteten Konkurrenten Nibali vorbei.


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