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Lance Armstrong: Neue Doping-Anschuldigungen gegen Tour-de- France-Gewinner

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Doping-Vorwürfe: Kein Triathlon-Start für Armstrong

14.06.2012, 09:19 Uhr | dpa

Lance Armstrong: Neue Doping-Anschuldigungen gegen Tour-de- France-Gewinner. Lance Armstrong bestreitet die Vorwürfe.

Lance Armstrong bestreitet die Vorwürfe. (Quelle: dpa)

Nizza (dpa) - Für Lance Armstrong haben die neuen schweren Doping-Vorwürfe und die damit verbundene sofortige Wettkampfsperre erste Konsequenzen. Beim Triathlon im französischen Nizza wird der siebenfache Gewinner der Tour de France nicht antreten dürfen.

Das bestätigte eine Sprecherin des Veranstalters der Nachrichtenagentur dpa. Armstrong war nach ihren Angaben Mitte der vergangenen Woche in Frankreich eingetroffen, um für den Wettkampf am 24. Juni zu trainieren. Im Oktober hat Armstrong zudem eine Teilnahme am Ironman auf Hawaii geplant.

Der Triathlon-Weltverband (WTC) teilte mit: "Unsere Regeln (...) schreiben vor, dass ein Athlet während laufender Ermittlungen nicht berechtigt ist, an einem Wettkampf teilzunehmen. Armstrong ist deswegen für WTC-lizenzierte Wettkämpfe bis zur weiteren Prüfung gesperrt."

Zuvor hatte die nationale Anti Doping-Agentur der USA (USADA) den 40 Jahre alten ehemaligen Radprofi in einem Schreiben darüber informiert, dass mutmaßliche Dopingproben von ihm aus den Jahren 2009 und 2010 "vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden."

Armstrong bestreitet die Vorwürfe in einem Statement auf seiner Homepage: "Ich habe nie gedopt und bin im Gegensatz zu vielen meiner Ankläger 25 Jahre als Ausdauer-Athlet angetreten, ohne das meine Leistung plötzlich angestiegen ist."

Der Radsport-Weltverband UCI hat die Beschuldigten zu Stellungnahmen aufgefordert. Wie die UCI mitteilte, sei sie in die Ermittlungen der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA aber nicht involviert. Die US-Behörde wirft dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger vor, über Jahre gedopt und mit Dopingmitteln gehandelt zu haben.

Auch Armstrongs ehemaliger Teamchef Johan Bruyneel gehört zu den Beschuldigten und ist im Gegensatz zum Texaner als Sportlicher Leiter des Rennstalls RadioShack-Nissan immer noch im Profi-Radsport aktiv. Wahrscheinlich ist die Aufforderung des Weltverbandes deshalb vor allem an den Belgier gerichtet. "Die UCI (...) betont, dass die betroffenen Personen gebeten wurden, Stellungnahmen gegen die erhobenen Vorwürfe einzureichen", schrieb der Verband auf seiner Homepage.

Nach Ansicht der USADA, die sich vor allem auf Zeugenaussagen ehemaliger Teammitglieder beruft, habe Armstrong unter anderem mit EPO, Testosteron und Cortison gedopt sowie zwischen 2000 und 2005 auch Blutdoping praktiziert. Teamchef Bruyneel und Ärzte wie der seit Jahren umstrittene Italiener Michele Ferrari sollen Armstrong und andere Fahrer in den Teams US Postal, Discovery Channel, Astana und RadioShack dabei unterstützt und ermutigt haben. Bruyneel äußerte sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen.

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