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Greipel feiert Etappensieg bei der Tour de France

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Greipel schlägt zurück: Tagessieg in Rouen

05.07.2012, 10:42 Uhr | dpa

Greipel feiert Etappensieg bei der Tour de France. André Greipel jubelt in Rouen über seinen Tagessieg.

André Greipel jubelt in Rouen über seinen Tagessieg. (Quelle: dpa)

Rouen (dpa) - André Greipel jubelt über seinen ersten Tour-Etappensieg 2012. Erzrivale Mark Cavendish erreichte wenig später als blutendes Sturzopfer die Ziellinie: Freud und Leid lagen bei der 99. Tour de France wieder eng beieinander.

Greipel ließ sich im Schlusssprint der 4. Etappe vom Massensturz 2700 Meter vor dem Ziel nicht aus der Ruhe bringen und zog im Duell mit Cavendish nach Siegen gleich. Der Radprofi aus Rostock setzte sich nach 214,5 Kilometern in Rouen vor dem italienischen Altmeister Alessandro Petacchi und dem Niederländer Tom Veelers durch.

Der Lotto-Belisol-Profi, der auf der 2. Etappe von Cavendish knapp bezwungen worden war, feierte bei der wichtigsten Rundfahrt des Jahres seinen zweiten Tagessieg - seinen insgesamt 14. in dieser Saison. Die Tour-Premiere war ihm 2011 gelungen. Fabian Cancellara verteidigte sein Gelbes Trikot und liegt weiter mit sieben Sekunden vor Bradley Wiggins. Im Ziel brüllte Greipel, sein Spitzname ist "Gorilla", seine Freude heraus. Vom Sturz seines Konkurrenten hatte er nichts mitbekommen. "Ich bin so froh, meine Jungs dabei zu haben", bedankte er sich bei seinen Teamkollegen.

Nach der Enttäuschung vom Montag war Greipel, von seinen Mannschaftskameraden in die optimale Position gebracht, dieses Mal unbezwingbar. Der am Arm und den Beinen blutende Weltmeister Cavendish war dagegen der große Verlierer in Rouen. Dem Massensturz im heißen Finale hatte sogar sein Helm nicht standgehalten.

Für die heftig angeschlagenen Tony Martin und Marcel Kittel war selbst die flache und eher weniger anspruchsvolle Etappe erneut ein schmerzhafter Trip. Martin war am Mittwoch erstmals mit einer neuen Schiene am Start, die ihm nach Konsultation mit einem französischen Spezialisten angefertigt wurde. Die Kunststoffmanschette sollte das gebrochene Kahnbein mehr fixieren als bislang. "Der dritte Tag nach einer solchen Verletzung - also der Dienstag - ist in der Regel von den Schmerzen her der schlimmste", sagte Teamarzt Helge Riepenhof. "Heute ging es etwas besser, ich hatte einen stabileren Griff", sagte Martin im Ziel.

Nach den Wünschen von Martin hatten die Mechaniker den linken Bremshebel am Lenker versetzt, um das Bremsen und Schalten zu erleichtern. Das Zeitfahren am Montag in Besancon - Martins nächstes Tour-Ziel - soll als Testlauf für den Kampf gegen die Uhr bei Olympia dienen. "Er muss beim Zeitfahren sehen, wie er mit seiner Behinderung zurechtkommt", sagte Teamsprecher Alessandro Tegner.

An vordere Ergebnisse oder gar die Chance auf einen Tagessieg ist für Kittel indes nicht zu denken. Der Thüringer leidet nach wie vor an den Folgen einer Magen-Darm-Erkrankung, die ihn bei der härtesten Rundfahrt der Welt schon in der ersten Woche erheblich schwächt. "Wir sind noch gar nicht in den Bergen und ich fühle mich schon wie nach zwei schweren Pyrenäen-Etappe", erzählte der enttäuschte Sprinter. "Mein Ziel ist, einfach nur irgendwie ins Ziel zu kommen." Nach dem Zieldurchlauf gab er leichte Entwarnung. "Es geht langsam bergauf", erklärte Kittel.

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