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Martin verpasst Vuelta-Etappensieg

21.08.2012, 18:16 Uhr | dpa

Martin verpasst Vuelta-Etappensieg. Simon Clarke kommt vor TOny Martin ins Ziel.

Simon Clarke kommt vor TOny Martin ins Ziel. (Quelle: dpa)

Valdezcaray (dpa) - Nach einer beeindruckenden Etappe in der Hitze von Nordspanien hat Tony Martin einen Tagessieg nur knapp verpasst. Der olympische Silbermedaillengewinner musste sich auf dem 4. Teilstück nur Simon Clarke aus Australien geschlagen geben.

Calrke war im Ziel auf der Skistation Valdezcaray nach 160,6 Kilometern im Sprint cleverer. Die beiden waren in einer fünfköpfigen Ausreißergruppe fast die gesamte Etappenlänge vor dem Feld gefahren. Martin, der noch immer nicht vollständig von einem bei der Tour de France erlittenen Kahnbeinbruch in der linken Hand genesen ist, hätte seinen zweiten Saisonsieg feiern können.

Neuer Führender in der Gesamtwertung ist Joaquin Rodriguez aus Spanien, der von einem Missgeschick des bisherigen Spitzenreiters Alejandro Valverde profitierte. Der Katusha-Profi, dem Valverde am Montag den Tagessieg noch hauchdünn vor der Nase weggeschnappt hatte, hat nun eine Sekunde Vorsprung auf den Tour-Zweiten Christopher Froome (Sky) und fünf auf Alberto Contador (Saxo Bank). Letzterer hatte wie schon am Vortag auf dem finalen Anstieg attackiert, sich aber von seinen britischen und spanischen Rivalen nicht lösen können.

Valverde wurde ein Sturz nach rund 130 Kilometern zum Verhängnis. Der Anfang des Jahres aus einer Dopingsperre zurückgekehrte Spanier kam just in dem Moment mit anderen Fahrern zu Fall, als Froomes Team Sky das Tempo erhöhte. Bei heftigem Seitenwind konnte Valverde den Rückstand nicht aufholen und auch am Berg fehlte die Kraft. In der Gesamtwertung rutschte der Movistar-Kapitän auf den neunten Platz.

Martin und seine Mitstreiter hatten sich schon 3,5 Kilometer nach dem Start in Barakaldo vom Hauptfeld gelöst und auf dem geraden Tagesabschnitt in der Weinbauregion Rioja bald einen komfortablen Vorsprung erkämpft. Gleich zu Beginn des Schlussanstiegs erhöhte der Wahl-Schweizer das Tempo und setzte sich mit Clarke von den anderen ab. Auf Schlusskilometern hatte sich der Fahrer von Orica-GreenEdge an Martins Hinterrad gesetzt, war im letzten Moment vorbeigezogen und feierte seinen ersten Profisieg.

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