Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Problemboy Contador ist wieder da

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Problemboy Contador ist wieder da

09.09.2012, 17:49 Uhr | dpa

Problemboy Contador ist wieder da. Alberto Contador (M) siegte vor Alejandro Valverde (l) und Joaquim 'Purito' Rodriguez.

Alberto Contador (M) siegte vor Alejandro Valverde (l) und Joaquim 'Purito' Rodriguez. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Alberto Contadors Sieg bei der 67. Spanien-Rundfahrt passt ins Bild: Ohne Doping-Verweis ist die Spitze des Profiradsports nicht darstellbar. Nach Olympia-Gold für Alexander Winokurow und der Sperre für Lance Armstrong ist Rückkehrer Contador sportlich wieder fast der Alte.

Einen Monat nach Ablauf seiner faktisch nur halbjährigen Zwangspause präsentierte sich der Arbeitersohn aus Pinto seinen Landsleuten wieder so, wie sie ihn am liebsten haben: als strahlender Sieger ohne Schattenwurf.

Der daheim als Opfer gesehene 29-jährige Madrilene hatte den ungeheuren Druck verarbeitet und holte sich den Sieg in einem packenden Rennen mit einer gehörigen Portion Angriffslust. Seine erfolgreiche Attacke auf dem 17. Tagesabschnitt nach Fuente Dé, als er seinem bis dahin so souverän wirkenden Landsmann Joaquin Rodriguez das Rote Trikot entriss, sucht seinesgleichen. Der Bergfloh hatte die Konkurrenz auf eher moderaten Anstiegen überrumpelt. "Nonkonformismus und Willensstärke haben mir vielleicht den Sieg gebracht", sagte Contador am Samstag, einen Tag vor der letzten Etappe nach Madrid. Er sei noch nicht auf seinem alten Niveau. Die Zwangspause hätte ihm zugesetzt, aber "wenn ich nicht immer an mich geglaubt hätte, hätte ich nicht attackiert".

An einen vergleichbaren emotionalen Moment wie bei seinem Doppelschlag in Fuente Dé - erster Sieg nach der Sperre und Sprung an die Spitze - könne er sich nicht erinnern. "Vielleicht war noch 2005 vergleichbar, als ich nach der Operation eine Etappe bei der Tour Down Under gewann", meinte der Kapitän des Saxo-Bank-Rennstalls. Das Team hatte seinen gesperrten Branchen-Primus bei der vergangenen Tour schmerzlich vermisst. Vor acht Jahren war Contador in einer lebensgefährlichen Operation ein Aneurysma im Gehirn entfernt worden.

Der umstrittene Spanier blickt zurück auf zwei gestrichene Siege bei der Tour de France 2010 und dem Giro d'Italia 2011 - und auf viel zerschlagenes Porzellan. Sein diesjähriger zweiter Vuelta-Sieg nach 2008 soll für Contador, der sich im Gegensatz zum aktuellen Toursieger Bradley Wiggins nie dezidiert zum Dopingproblem äußerte, einen Neuanfang markieren.

"Die vergangenen Monate sind abgehakt. Ich freue mich jetzt und denke noch nicht an die Tour de France 2013. Paris ist noch so weit", sagte Contador. Vor zwei Jahren war ihm in Frankreich die Einnahme des Kälbermastmittels Clenbuterol nachgewiesen worden. Zudem soll er zum Kundenkreis des mutmaßlichen Dopingarztes Eufemiano Fuentes gehört haben. Dennoch durfte er auch 2011 noch die Tour fahren, ehe ihn der Internationale Sportgerichtshof CAS in diesem Februar rückwirkend sperrte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal