Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Rudy Pevenage räumt Doping beim Team Telekom ein

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Pevenage: "Hatten wir denn eine Wahl?"

12.10.2012, 12:46 Uhr | sid, t-online.de

Rudy Pevenage räumt Doping beim Team Telekom ein. Rudy Pevenage sieht sich als Opfer von Lance Armstrong. (Quelle: dpa)

Rudy Pevenage sieht sich als Opfer von Lance Armstrong. (Quelle: dpa)

Der frühere Radsport-Manager Rudy Pevenage hat den Einsatz von Dopingmitteln während seiner Zeit als Chef beim Team Telekom zur Jahrtausendwende eingeräumt. Dies sei notwendig gewesen, um im Duell mit dem im Bericht der US-Antidoping-Agentur USADA schwer belasteten siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong konkurrenzfähig zu bleiben.

"Hatten wir denn eine Wahl? Nach dem Festina-Skandal 1998 haben wir beim Team Telekom mit allem aufgehört. Keine Substanzen, keine Präparate, nichts! So sind wir bis 2001 in dem Glauben verfahren, dass unsere Rivalen genauso handeln", sagte Pevenage der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

"Opfer von Armstrong und Bruyneel"

Doch dann habe man angefangen, sich über Armstrong und das US-Postal-Team zu wundern. 'Wir haben gesehen, dass bei ihnen nichts stimmte. Armstrong wurde übermenschlich. Was sollten wir tun? Ihn seine Spielchen spielen lassen, während er von keinem Test überführt werden konnte? Wir haben nach einem Rezept gesucht, dem Rezept Armstrongs", so Pevenage.

Heute könne man abschließend sagen, dass wir alle "Opfer von Lance Armstrong und Johan Bruyneel wurden". Im Vergleich zu den "Gangstern bei US Postal bin ich nur ein kleiner Fisch gewesen", sagte Pevenage dem belgischen TV-Sender VRT.

Auch in Fuentes-Skandal verwickelt

Pevenage war 2006 in den Dopingskandal Fuentes verwickelt und von der Leitung des damaligen Teams T-Mobile suspendiert worden. Später hatte er eingeräumt, für den früheren Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich Reisen zum umstrittenen Arzt Eufemanio Fuentes organisiert zu haben.

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte am Mittwoch ihren Bericht an den Radsport-Weltverband UCI übergeben. Die UCI hat nun drei Wochen Zeit, über die Aberkennung von Armstrongs sportlichen Ergebnissen seit dem 1. August 1998 inklusive seiner sieben Siege bei der Tour de France zu entscheiden. Armstrong werden unter anderem die Einnahme sowie der Handel mit verbotenen Substanzen vorgeworfen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal