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Radsport: Hamilton belatstet Rad-Weltverband UCI schwer

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Hamilton belastet Rad-Weltverband UCI schwer

13.10.2012, 15:05 Uhr | dpa, sid

Radsport: Hamilton belatstet Rad-Weltverband UCI schwer. Tyler Hamilton fuhr jahrelang Seite an Seite mit Lance Armstrong. (Quelle: dpa)

Tyler Hamilton fuhr jahrelang Seite an Seite mit Lance Armstrong. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Dopingsünder Tyler Hamilton hat den Radsport-Weltverband UCI erneut schwer belastet. Der 41 Jahre alte Amerikaner berichtete dem US-Sender CNN von einer weiteren positiven Dopingprobe bei seinem langjährigen Weggefährten Lance Armstrong, die von der UCI kaschiert worden sei.

"Im Jahr 1999 gab es einen positiven Test auf Kortison. Dieser wurde mit einem zurückdatierten Rezept verheimlicht. Die UCI wusste davon. Sie haben das akzeptiert", sagte Hamilton, der auch schon einmal erklärt hatte, die UCI habe von einem positiven Test bei Armstrong aus dem Jahr 2001 bei der Tour de Suisse gewusst.

Hamilton zeigt Mitgefühl

Hamilton hat auch ein wenig Mitgefühl für seinen ehemaligen Teamkollegen Armstrong, dessen Lebenswerk derzeit Stück für Stück auseinanderfällt.

"Ich verstehe, dass es hart für ihn ist. Ich habe selbst eine lange Zeit gelogen. Irgendwann fängst du an, an deine Lügen zu glauben. Er hat sich in eine Ecke manövriert. Ich fühle mit ihm", sagte Hamilton, der mit seinen Aussagen maßgeblichen Anteil am Sturz von Armstrong hat. In seinem Buch "The Secret Race" gab Hamilton, der selbst wegen Dopings verurteilt wurde und seinen Olympiasieg von 2004 im Zeitfahren verlor, Einblicke in systematische Dopingpraktiken.

Armstrong vor den Trümmern seiner Karriere

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte Armstrong lebenslang gesperrt, zudem erkannte sie ihm alle sieben Tour-Siege ab. Der Radsport-Weltverband UCI hat bis Ende Oktober Zeit, über die Aberkennung von Armstrongs sportlichen Ergebnissen seit dem 1. August 1998 zu entscheiden.

Die USADA veröffentlichte zudem ein 202-seitiges Machwerk über die Dopingpraktiken von Lance Armstrong und seinem früheren Rennstall US Postal. Diese Publikation schlug weltweit hohe Wellen. Trotz des neuerlichen Ungemachs für Armstrong sprach Tyler Hamilton seinem Ex-Kollegen Mut zu: "Die Menschen werden ihm vielleicht vergeben. Er ist für viele ein Held. Natürlich hat er einige enttäuscht, aber noch einmal, die Menschen werden ihm vergeben."

Weiterer Weggefährte gesteht Doping

Unterdessen hat auch der frühere Teamkollege Matt White Doping gestanden. Als Konsequenz räumte der Australier seine Posten als Sportdirektor des Rad-Teams GreenEdge und bei seinem Heimatverband. White bekannte, zwischen 2001 und 2003 verbotene Mittel benutzt zu haben, als er mit Armstrong für das Team US Postal fuhr.

In einer Mitteilung von White hieß es: "Es macht mich traurig zu bekennen, dass ich Teil einer Mannschaft war, in der Doping Bestandteil der Teamstrategie war. Und ich war bei dieser Strategie mittendrin." Er bitte seine Fans, die Medien, seine Familie und Freunde um Verzeihung, schrieb der 38-Jährige. Auch bei früheren Gegnern, die bewusst auf Doping verzichteten, entschuldigte er sich.

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