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Armstrong setzt Motorradfahrer für Doping-Lieferung ein

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Doping: Armstrong setzte auf Motorradkurier

16.10.2012, 10:15 Uhr | sid

Armstrong setzt Motorradfahrer für Doping-Lieferung ein. Begleitfahrzeug: Lance Armstrong soll einen Motorradfahrer als Dopingkurier beschäftigt haben. (Quelle: imago)

Begleitfahrzeug: Lance Armstrong soll einen Motorradfahrer als Dopingkurier beschäftigt haben. (Quelle: imago)

Es wird immer pikanter. Im Doping-Skandal um Lance Armstrong hat sein ehemaliger Weggefährte Tyler Hamilton neue Details bekannt gegeben. Dem britischen Sender BBC berichtete der US-Amerikaner, dass Armstrong bei der Tour de France 1999 einen Motorradfahrer engagiert habe, um sich mit dem Blutdopingmittel Epo versorgen zu lassen.

"Lance hat ihm dafür zwischen 15.000 und 20.000 Dollar bezahlt", sagte Hamilton und fügte an: "Als Lance dann die Tour gewonnen hat, haben wir ihm alle zusammen eine goldene Rolex-Uhr geschenkt."

Spritzen in Trinkflaschen versteckt

Der Motorrad-Kurier habe das Team fast während der gesamten Rundfahrt durch Frankreich begleitet. "Er war immer in unserer Nähe und hatte so auch immer die Möglichkeit, schnell zu verschwinden", erklärte Hamilton. Die gebrauchten Spritzen hätten die Fahrer anschließend in Trinkflaschen versteckt, ehe sie diese entsorgten.

Hamilton war von 1998 bis 2001 Teamgefährte von Armstrong beim US-Rennstall US Postal. Er gehörte zu den ehemaligen Wegbegleitern, die Lance Armstrong mit ihren Aussagen schwer belasteten. Ihm selbst war wegen Dopings das Olympiagold im Zeitfahren von 2004 aberkannt worden.

1000 Seiten über Dopingpraktiken

Armstrong ist von der US-Anti-Doping-Agentur USADA lebenslang gesperrt worden. Zudem sollen ihm alle sieben Tour-Titel aberkannt werden. Der Radsport-Weltverband UCI hat bis Ende Oktober Zeit, über die offizielle Aberkennung von Armstrongs sportlichen Ergebnissen seit dem 1. August 1998 zu entscheiden.

Vergangene Woche hatte die USADA ein 1000-seitiges Machwerk über die Dopingpraktiken von Lance Armstrong und seinem früheren Rennstall US Postal veröffentlicht. Diese Publikation hatten weltweit hohe Wellen geschlagen.

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