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Lance Armstrong: Chronologie eines Absturzes

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Chronologie: Der Absturz von Armstrong

22.10.2012, 13:25 Uhr | dpa

Lance Armstrong: Chronologie eines Absturzes. Lance Armstrong hatte sieben Mal die Frankreich-Rundfahrt gewonnen.

Lance Armstrong hatte sieben Mal die Frankreich-Rundfahrt gewonnen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Im Sommer 2005 steht Lance Armstrong nach dem Gewinn seines siebten Tour-Titels am sportlichen Zenit. Danach geht es für den Amerikaner bergab - gut sieben Jahre später ist er die Titel wieder los und Symbolfigur des größten Dopingskandals der Geschichte.

Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert den Absturz Armstrongs:

Armstrong gewinnt zum siebten Mal die Tour de France und beendet danach seine Karriere.

Die französische Sportzeitung "L'Equipe" berichtet, dass in sechs Urinproben Armstrongs aus dem Jahr 1999 das Dopingmittel EPO nachgewiesen wurde. Die Proben waren eingefroren worden und konnten dem Bericht zufolge eindeutig Armstrong zugeordnet werden. EPO ist erst seit 2001 nachweisbar.

Eine vom Weltverband UCI eingesetzte Kommission spricht Armstrong von den 1999er Doping-Vorwürfen frei. Die weltweite Anti-Doping-Agentur WADA nennt den UCI-Bericht "fast schon lächerlich".

Armstrong kündigt sein Comeback an, verpasst im folgenden Jahr als Drittplatzierter aber den erhofften achten Triumph. 2010 wird er gar nur enttäuschender 23.

Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD schlägt Armstrong vor, die sechs Proben der Tour 1999 nochmals zu testen. Der US-Amerikaner lehnt das ab.

Armstrongs ehemaliger Teamkollege Floyd Landis gibt öffentlich zu, die meiste Zeit seiner Karriere gedopt zu haben und beschuldigt Armstrong des Dopings. Der nennt Landis einen "Lügner".

Die US-Behörden kündigen an, die Ermittlungen gegen Armstrong auszuweiten. Es geht nicht nur um die Einnahme unerlaubter Mittel, sondern auch um die Frage, ob Sponsorengelder des Postdienstleisters US Postal für Dopingmittel missbraucht wurden.

Armstrong erklärt sein endgültiges Karriereende.

Tyler Hamilton ist der nächste Ex-Teamkollege, der schwere Doping-Vorwürfe erhebt. "Ich sah EPO in seinem Kühlschrank. Ich sah mehr als einmal, wie er es sich gespritzt hat", sagt der Zeitfahr-Olympiasieger von 2004 dem TV-Sender CBS.

Die US-Staatsanwaltschaft stellt ihre Doping-Ermittlungen gegen Armstrong überraschend ein.

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA erhebt schwere Vorwürfe. Proben Armstrongs von 2009 und 2010 sollen "vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden." Armstrong, mittlerweile Triathlet, wird für alle Wettbewerbe gesperrt.

Armstrong scheitert mit einer Klage gegen das Vorgehen der USADA, ein Gericht in Austin erklärt die Ermittlungen für rechtens.

Armstrong teilt mit, dass er den Kampf gegen die Anschuldigungen aufgibt und sich auf seine Stiftung Livestrong konzentrieren will. Die USADA sperrt ihn daraufhin lebenslang.

Die USADA veröffentlicht mehr als 1000 Seiten Anschuldigungen gegen Armstrong. Enthalten sind 26 Zeugenaussagen, 15 von früheren Fahrern. Auch Ex-Teamkollegen sagten aus. Die USADA spricht vom "ausgeklügelsten, professionellsten und erfolgreichsten Dopingprogramm, das der Sport jemals gesehen hat".

Tour-Chef Christian Prudhomme spricht sich dafür aus, Armstrongs Tour-Siege nicht neu zu vergeben.

Die UCI erkennt Armstrong alle sieben Siege bei der Tour de France ab.

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