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Die Stimmen zum Urteil gegen Lance Armstrong

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"Mir wurde schlecht, als ich den Bericht las"

22.10.2012, 15:22 Uhr | t-online.de

Die Stimmen zum Urteil gegen Lance Armstrong. Lance Armstrong steht vor den Trümmern seiner Karriere. (Quelle: imago)

Lance Armstrong steht vor den Trümmern seiner Karriere. (Quelle: imago)

Es ist amtlich: Lance Armstrong hat seine eigene Karriere nachhaltig ruiniert. Der UCI erkannte dem US-Amerikaner wegen nachgewiesenen Dopingmissbrauchs alle sieben Tour-de-France-Titel ab. Zuvor war Armstrong von der US-Anti-Doping-Agentur USADA bereits lebenslang gesperrt worden.

Die Reaktionen aus der Welt des Radsports ließen nicht lange auf sich warten. Und alle treffen den gleichen Ton: Armstrong hat endlich das bekommen, was er verdient - eine gerechte und harte Strafe. t-online.de hat die Stimmen zum UCI-Urteil für Sie zusammengestellt.

"Ein versuchtes Jahrzehnt"

BDR-Präsident Rudolf Scharping: "Die Entscheidung der UCI ist nach der Beweislast nur konsequent. Entscheidend ist, dass ein verseuchtes Jahrzehnt aufgearbeitet und endlich abgeschlossen wird."

UCI-Präsident Pat McQuaid: "Lance Armstrong hat keinen Platz im Radsport. So etwas darf nie wieder passieren. Der Fall Armstrong ist die größte Krise, der sich der Radsport jemals entgegenstellen musste. Die Bewältigung dieser Krise kann uns Möglichkeiten für die Zukunft bringen. Mir wurde schlecht, als ich den Bericht der USADA gelesen habe."

Doping-Fachanwalt Michael Lehner: "Dass die UCI das Urteil der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA voll übernommen hat, ist nicht okay. Sie schießt über das Ziel hinaus, denn sie darf das Sportrecht nicht beliebig handhaben. Dopingvergehen unterliegen einer achtjährigen Verjährungsfrist. Der WADA-Code lässt ein Urteil mit Aberkennung von Titeln und Resultaten bis zurück zum Jahr 1998 nicht zu."

IOC-Vizepräsident Thomas Bach: "Über die mögliche Aberkennung seiner Bronzemedaille der Olympischen Spiele Sydney 2000 wird das IOC nach weiteren Entscheidung der UCI befinden."

USADA: "Heute hat die UCI im Fall von Lance Armstrong die richtige Entscheidung getroffen."

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