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UCI-Doping-Krise: Bildung einer Aufklärungskommission

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CAS-Präsident soll UCI-Aufklärungskommission benennen

07.11.2012, 13:35 Uhr | dpa

UCI-Doping-Krise: Bildung einer Aufklärungskommission. John Coates soll der UCI bei der Aufarbeitung der Doping-Krise helfen.

John Coates soll der UCI bei der Aufarbeitung der Doping-Krise helfen. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Der oberste Sportrichter des CAS soll dem von Dopingskandalen und Vorwürfen gegen den Weltverband UCI arg in die Kritik geratenen Radsport wieder zu Vertrauen verhelfen.

Wie die UCI bekanntgab, wurde der australische Jurist John Coates gebeten, eine unabhängige Kommission zu benennen, die spätestens bis 1. Juni 2013 einen Bericht über die Lage des Verbandes vorlegen soll. Dieses dreiköpfige Gremium solle nach Bewertung des USADA-Berichts über Lance Armstrong "Schlüsse ziehen und Empfehlungen aussprechen, wie die UCI das Vertrauen in den Radsport und in den Verband wiederherstellen kann", meinte Verbandspräsident Pat McQuaid.

Die UCI war nach dem Dossier der US-Anti-Doping-Agentur USADA unter Druck geraten, weil ihr in dem umfangreichen Schreiben indirekt Mitwisserschaft bei den Vergehen Armstrong unterstellt wurde. Daher beschloss der Verband jüngst, eine unabhängige Kommission einzusetzen, ohne Details der Zusammensetzung zu nennen.

Dafür ist nun Coates zuständig. Der 62-Jährige wurde 2011 Chef des CAS, schon seit 1994 gehörte er der höchsten Gerichtsinstanz im Weltsport an. Daneben ist er seit 2001 Mitglied im IOC und seit 1990 Präsident des australischen olympischen Komitees.

Die neue Kommission soll aus drei Personen bestehen, die nicht im Radsport aktiv sind: ein erfahrener Anwalt als Vorsitzender, ein Wirtschaftsprüfer und ein Sportmanager. Coates habe schon Vorschläge für die Position des Kommissionsvorsitzenden gemacht und auch Namen von Managern genannt. "Die UCI hat bereits damit begonnen, diese Personen zu kontaktieren", hieß es in der Mitteilung. "Wir danken John Coates für seine Vorschläge, die wir buchstabengetreu umsetzen werden", versprach McQuaid.

In der Causa Armstrong waren dem Iren und dessen Vorgänger Hein Verbruggen - inzwischen Ehrenpräsident der UCI - zuletzt des Öfteren Rücktritte nahegelegt worden. Vor allem zu Armstrongs besten Zeiten sollen der Anti-Doping-Kampf lückenhaft gewesen und sogar positive Proben des Amerikaners verschleiert worden sein.

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