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Radsport: Greg LeMond will UCI-Präsident werden

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Greg LeMond zur UCI-Präsidentschaft bereit

03.12.2012, 16:12 Uhr | dpa, sid

Radsport: Greg LeMond will UCI-Präsident werden. Greg LeMond ist bereit, UCI-Präsident zu werden. (Quelle: dpa)

Greg LeMond ist bereit, UCI-Präsident zu werden. (Quelle: dpa)

Der dreimalige Tour-de-France-Sieger Greg LeMond wäre bereit, das Amt des umstrittenen Pat McQuaid an der Spitze des Weltradsport-Verbandes UCI zu übernehmen. Das erklärte der 51-Jährige in der Pariser Zeitung "Le Monde". "Ich wurde gefragt und habe akzeptiert", sagte LeMond. Der Amerikaner wird jetzt als einziger Toursieger seines Landes geführt, nachdem Lance Armstrong alle seine sieben Erfolge wegen Dopings verloren hatte.

LeMond ist einer der führenden Köpfe der neu formierten Anti-Doping-Bewegung "Change Cycling Now", die am Montag ihren Abschlussbericht nach einer zweitägigen Zusammenkunft präsentierte. Sie will die UCI für ihre umstrittene Rolle im Armstrong-Fall und dem daraus resultierenden massiven Imageschaden für den Radsport zur Verantwortung ziehen.

"Jetzt ist der Moment, etwas zu ändern"

'Change Cycling Now' kritisiert die herrschenden Verhältnisse im Radsport und ist für eine Neuordnung des Doping-Kontrollsystems. Sie drängt auf eine Ablösung McQuaids. Der Ire will 2013 wieder kandidieren.

"Jetzt oder nie ist nach dem Erdbeben der Affäre Armstrong der Moment, etwas zu ändern", sagte LeMond, seit Jahren ein scharfer Armstrong-Kritiker. "Wenn wir der Öffentlichkeit und den Sponsoren das Vertrauen in den Radsport zurückgeben wollen, müssen wir jetzt handeln", erklärte der Tour-Triumphator von 1986, 1989 und 1990.

Offene Kritik an McQuaid

LeMond hatte McQuaid bereits im Oktober in einem offenen Brief kritisiert. Zudem hatte der 51-Jährige die Erfolge des Texaners lange vor dessen Verurteilung öffentlich mit Doping in Verbindung gebracht. Die UCI war im Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA über Armstrong indirekt beschuldigt worden, positive Dopingproben des Amerikaners verschleiert zu haben.

LeMond sieht sich allerdings eher als möglicher Übergangs-Präsident. Der Ex-Profi brachte den ehemaligen Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Dick Pound, als eine längerfristige Lösung ins Spiel.



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